Ausbildungszahlen im Kälte-Klima-Handwerk 2020

Ein Auszubildender im Beruf Mechatroniker für Kältetechnik (Abb. © BIV der Kälteanlagenbauer)

Der Bundesinnungsverband des deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV), Bonn, hat seinen Ausbildungsbericht für das Jahr 2020 vorgelegt und vergleicht Zahlen zu Kälte-Klima-Ausbildungsberufen zwischen 2017 und 2020.

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Die Ausbildungszahlen im Bereich Kälte- und Klimatechnik, das heißt, die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge für das Jahr 2020, liegen nun vor.
Trotz Corona hat sich die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Kälteanlagenbauerhandwerk (Mechatroniker für Kältetechnik) stabilisiert. Damit setzt sich der Aufwärtstrend der letzten Jahre fort. Der Höhepunkt lag im Jahr 2019 bei einem Plus von 12,3 %.
Der BIV betrachtet auch die schulischen Voraussetzungen, die die Azubis zum Ausbildungsstart mitbringen. So besitzen etwa die Hälfte der Absolventen einen qualifizierten Abschluss nach Klasse 10 (Realschulabschluss). Ein Fünftel kommt mit einem Hauptschulabschluss in diesen Beruf und knapp ein Viertel hat die Abiturprüfung erfolgreich bestanden.
Hier zeigt sich für alle schulischen Abschlüsse, dass einer beruflichen Laufbahn im Handwerk nichts im Wege steht.
Die Zahl der weiblichen Azubis ist seit Jahren auf niedrigem Niveau praktisch gleichgeblieben. Der BIV hält es für möglich, dass der Beruf noch immer als Männerberuf angesehen wird und dass weitere Aufklärung über die Berufsinhalte sowie über Fertigkeiten und Kenntnisse und die Vielseitigkeit im Alltag helfen könnte.
Vor einigen Jahren hatte der BIV das Ziel von 2.000 Ausbildungsverträgen ausgerufen, um dem Fachkräftemangel in der Branche wirksam entgegenzutreten. Aktuell sei der Verband noch ein gutes Stück von diesem Ziel entfernt und es bedarf weiterer Anstrengungen, um die anvisierte 2.000er-Marke zu knacken.

Die Tabelle mit den Ausbildungszahlen der letzten Jahre – inklusive Vergleich mit dem SHK-Handwerk – gibt es hier.

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