BGN-Position zum Thema Kaltvernebelung

(Abb. © zasabe/stock.adobe.com)

Einige Lebensmittelbetriebe versuchen in Pandemiezeiten
zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, die über die allseits bekannten AHA + L-Regeln hinausgehen. Ein in letzter Zeit zunehmend stark beworbenes Verfahren ist die Kaltvernebelung von Desinfektionsmitteln. Dabei werden bei Raumtemperatur, wässrige, meist nicht
kennzeichnungspflichtige, Gemische über Düsen fein verteilt in einem geschlossenen Raum ausgebracht. Das ist nicht unproblematisch.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) stellt das folgende Problem in den Vordergrund: Dieses Verfahren der Kaltvernebelung von Desinfektionsmitteln soll offenbar bei Anwesenheit der Beschäftigten geschehen. Luftgetragene Virenaerosole sollen damit inaktiviert werden und Beschäftigte davon unbetroffen bleiben. Das sieht die BGN ganz anders und verweist hier auf das Substitutionsgebot der Gefahrstoffverordnung. Das besagt: Freigesetzte Gefahrstoffe sind durch weniger gefährliche Stoffe oder Verfahren zu ersetzen.

Eine Raumluftdesinfektion durch Kaltvernebelung, die mit einer dauerhaften Belastung gegenüber raumluftdesinfizierenden Mitteln mit Reizwirkung verbunden ist, ist daher in Anwesenheit von Beschäftigten oder anderen Personen nicht zulässig. Als völlig ausreichendes und auch kostengünstigeres Mittel der Wahl ist hier die
lüftungstechnische Maßnahme (AHA + L) zu sehen. Diese verdünnt die potenziellen Virenaerosole und entfernt sie aus dem Arbeitsbereich der Beschäftigten. So wird die Ansteckungsgefahr verringert und die Mitarbeiter im Betrieb vor dauerhafter Belastung durch das Einatmen von Desinfektionsmitteln bewahrt. Zur Stellungnahme des BGN: Link

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Ein Kommentar zu “BGN-Position zum Thema Kaltvernebelung

  1. Eine Raumluftdesinfektion durch Kaltvernebelung, die mit einer dauerhaften Belastung gegenüber raumluftdesinfizierenden Mitteln mit Reizwirkung verbunden ist, ist daher in Anwesenheit von Beschäftigten oder anderen Personen nicht zulässig. Als völlig ausreichendes und auch kostengünstigeres Mittel der Wahl ist hier die
    lüftungstechnische Maßnahme (AHA + L) zu sehen. Warum so günstig durch (AHA+L), wenn man doch besser und teuerer mit Kaltverneblung sich die Gesundheit zerstören möchte. Ich kann nicht nachvollziehen, wer auf so eine Idee kommt und glaubt, dass man mit Schadstoffe die über den verträglichen Aerosole liegen, trotzdem anwendet?

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