11. September 2014 Autor: Rolf Grupp

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  • Der Wüste fühlt sich wichtig
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Der Wüste fühlt sich wichtig

Von schmutzigen umherschwebenden Fasern und anderen Eventualitäten.

15208(Abb. cci Dialog GmbH) Neulich erhielt ich eine Zuschrift mit der Aussage "Sie als Journalist sind wichtig!" Das freut mein ohnehin schon aufgeblähten Journalisten-Ego natürlich (auch wenn ich von meiner Wichtigkeit natürlich schon vorher überzeugt war). Entsprechend befinde ich mich beim heutigen "Wüsten" in höheren Gefilden: Wenn Sie mir bei meinen Gedankensprüngen also nicht folgen können, machen Sie sich nichts draus: Nicht jeder kann wichtig sein.

Dipl.-Ing. Hans Christian Sieber, SVfS, hat mich auf folgende blumige Formulierung aufmerksam genacht, die er bei einer Prüfung eines Leistungsverzeichnisses RLT aufgespürt hat und die er für die Aufnahme in die Normung vorschlägt: "Eine Gefahr für die Gesundheit der Nutzer durch frei umherschwebende Fasern muss nach den geltenden Richtlinien durch geeignete Verarbeitung und Reinigung ausgeschlossen werden." Ist doch völlig klar: Schmutzige umherschwebende Fasern sind eben gefährlicher als saubere.

Eine gute Idee fand ich auch in einem Leitfaden, der sich mit den "Erfolgsfaktoren zur erfolgreichen Einführung des Energiemanagements" beschäftigt: "Außerdem spielt die Kommunikation gegenüber Mitarbeitern eine große Rolle, ebenso wie die Einführung eines monetären Belohnungssystems." Finde ich gut: Werde meiner Chefin vorschlagen, dass ich künftig im Dunkeln arbeite mit ausgeschaltetem PC, dafür aber gerne 10 % mehr Gehalt hätte.

Wie der dramatische Fall einer 31-Jährigen zeigt, den die Berliner Charité in einer Studie aufgearbeitet hat, kann die Nutzung von Bloggingdiensten Wahnvorstellungen auslösen. Nach intensiver Twitter-Nutzung wurde die Frau in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Unter anderem sah sie versteckte Botschaften in Tweets prominenter Personen und glaubte diesen zwanghaft Folge leisten zu müssen. Womit sie natürlich völlig Recht hat. Was glauben Sie, wie viele versteckte Botschaften die Redaktion von cci Branchenticker täglich in ihre Meldungen einbaut. Wir besuchen Sie auch, wenn Sie eingeliefert wurden. Versprochen!

Das Abnehmen ist heutzutage ein Millionenmarkt. Entsprechend viele Diätsysteme werden heute beworben, meist mit klangvollen Namen, wie Atkins, Nutrisystem, Volumetrics, Sears-Diät ... Sie sollen es dem (Un-)Willigen erleichtern, diszipliniert und systematisch abzunehmen. Einige Diätsysteme reduzieren die Zahl der aufgenommenen Kohlenhydrate ("Low-Carb"), andere senken die Fettaufnahme ("Low-Fat"), wieder andere setzen auf ein bestimmtes Nährstoffverhältnis. Welcher Ansatz der beste ist, war bisher allerdings strittig beziehungsweise eine Glaubensfrage. Kanadische Forscher sind der Sache nun aber auf den Grund gegangen und haben den Erfolg gängiger Diäten in knapp 50 Studien mit insgesamt 7.300 Teilnehmern überprüft. Ergebnis: Welche Diät man macht, macht kaum einen Unterschied. Alle getesteten Diäten brachten in etwa gleich viel Abnehmerfolg. Für einen Diätwilligen ist das natürlich eine gute Nachricht, denn er kann sich aus der Vielzahl der Angebote die Diät herauspicken, die ihm am ehesten entspricht - oder jeden Tag eine andere machen, oder noch besser mehrere gleichzeitig. Ach übrigens: Wenn man nicht langfristig weniger (fr)isst, hilft auch die beste Diät nicht viel. Aber mit dieser Erkenntnis wird unsere Wirtschaft ja nicht angekurbelt.

Apropos Diät
"Herr Doktor, wenn ich weiterhin die von Ihnen verordnete Diät befolge, werde ich bald ins Gras beißen."
"Halb so schlimm, Gras hat kaum Kalorien."
In diesem Sinne bis nächsten Donnerstag.

© cci Dialog GmbH
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Artikelnummer: cci27262
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Kommentare (1):

Ihr Kommentar im Ticker war wieder mal recht erbaulich!
>Ist doch völlig klar: Schmutzige umherschwebende Fasern sind eben gefährlicher als saubere.<

Ergänzend möchte ich auf einen Begriff im Normenwerk hinweisen, der die "Reinigbarkeit" betrifft.
Wahrscheinlich haben die Autoren den Rekord an verwendeten Kommas gebrochen.
Ob die schmutzigen Fasern sich daran halten?

Reinigbarkeit
Eigenschaft, die es erlaubt, dass die für einen Kontakt mit Wasser und Reinigungsmittel vorge­sehenen Oberflächen sichtbar glatt, nicht absorbierend und frei von scharfen inneren Ecken ist, sodass sie sichtbar frei von Verunreinigun­gen und/oder Flecken bleibt, wenn sie einer re­gelmäßigen Wartung unterworfen wird, die, soweit angemessen, vom Hersteller vorgegebene Gebrauchs- und Pflegehinweise beinhalten kann
[DIN EN 15154-2]
Hans R. Kranz, HAK, Forst
11.09.2014

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