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1. August 2018 Autor: Rolf Grupp

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Biologische Klimaanlagen in Wien

Städte werden immer häufiger zu Hitzeinseln („Urban Heat Islands“ - UHI). Die Stadt Wien wirkt diesem Phänomen entgegen, indem sie die Errichtung begrünter Fassaden, Dächer und Innenhöfen fördert.

Die Entwicklung und die Umsetzung von Maßnahmen zur Verminderung des UHI-Effekts sind auf allen Planungs- und Projektierungsebenen möglich. (Abb. MA 22) Die Entwicklung und die Umsetzung von Maßnahmen zur Verminderung des UHI-Effekts sind auf allen Planungs- und Projektierungsebenen möglich. (Abb. MA 22)
Begrünte Fassaden, Dächer, Dachgärten und Innenhöfe regulieren das städtische Mikroklima. "Eine Grünwand mit 850 m² Fläche kühlt an einem heißen Sommertag in etwa so viel wie 75 Klimageräte mit 3.000 W Leistung und acht Stunden Betriebsdauer", so Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima. Das verbessert das Arbeitsklima in den Büros, weil die Räume im Sommer länger kühl bleiben. Außerdem werden Verkehrsgeräusche vermindert und die Pflanzen filtern Schadstoffe aus der Luft, nehmen CO2 auf, geben Sauerstoff ab, und sie "schwitzen" bei Sonneneinstrahlung: Das in der Pflanze gespeicherte Wasser verdunstet und kühlt die unmittelbare Umgebung ab.
Begrünungen bringen noch weitere Vorteile: Sie bieten Lebensräume für Tiere in der Stadt und erhöhen für Menschen die Lebens- und Aufenthaltsqualität in Stadtquartieren. Dauergrüne Rankpflanzen können im Winter einen Isolationseffekt besitzen und Heizkosten sparen – und im Sommer schützen sie Fassaden vor starkem Aufheizen und mindern damit die Kühllasten. Eine durchdacht angelegte Pflanzenhülle ist überdies ein Schutzschild gegen Schlagregen und UV-Strahlung und kann damit die Lebensdauer einer Fassade erhöhen.

Wien kann als Vorreiter im Bereich Fassadenbegrünung einige gelungene Beispiele vorweisen. Fassadenbegrünungen sind aber nicht die einzige Möglichkeit, die Sommerhitze in Städten zu mindern. Kühlend wirkt auch die Erhöhung des Grünanteils in Straßen und Freiräumen mit Bäumen und Sträuchern sowie die Erhöhung des Anteils offener Gewässer bis hin zur Beschattung von Freiräumen und Wegen.

Ein Überblick über mögliche Maßnahmen wurde unter der Federführung der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 im „Urban Heat Island Strategieplan Wien“ (UHI-STRAT) erarbeitet. Insgesamt werden rund 90 Maßnahmen beschrieben und deren Wirkungen, Synergien und Herausforderungen bei der Umsetzung dargestellt. Wien ist damit eine der ersten Städte Europas, die gezielt Maßnahmen gegen Hitzeinseln umsetzt.

Wir haben uns für Sie durchgeklickt. Mitglieder finden den Direktlink auf den Strategieplan auf Seite 2.

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Artikelnummer: cci61839
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