12. November 2018 Autor: Sabine Andresen

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  • SHK NRW: "Hersteller sollen keine Wartungen durchführen"
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SHK NRW: "Hersteller sollen keine Wartungen durchführen"

Auf der Mitgliederversammlung des Fachverbands SHK NRW in Lünen (8. November) wurde scharf gegen Hersteller geschossen und eine Resulution verabschiedet.

An der Spitze des Fachverbands: Landesinnungsmeister Bernd Schöllgen (Abb. SHK-NRW)An der Spitze des Fachverbands: Landesinnungsmeister Bernd Schöllgen (Abb. SHK-NRW) Hier der Originalwortlaut der Resolution:

"Hersteller der Sanitär-Heizung-Klima-Branche suchen zunehmend den unmittelbaren Kontakt zum Endkunden und bieten auch immer mehr eigene Wartungsleistungen direkt an. Damit bewegt sich die Industrie ins angestammte Aufgabengebiet der Mitglieder der Innungsorganisation. Dieser Trend wird vom Handwerk mit Sorge gesehen, wie auch jüngste Umfragen des nordrhein-westfälischen SHK-Landesverbandes belegen.
Unabhängig davon, aus welchen Gründen die direkte Kundenansprache durch Branchenhersteller erfolgt, beurteilen Innungsbetriebe danach den Umstand, dass die Industrie den Kunden Wartungen direkt und ohne Auftrag durch das Handwerk anbietet, fast ausnahmslos und flächendeckend als sehr störend oder zumindest bedenklich. Als Fachunternehmen und Ansprechpartner vor Ort sind die Verbandsmitglieder nach ihrem Selbstverständnis willens und in erster Linie dazu berufen, ihre Kunden bei sämtlichen Dienstleistungen im SHK-Bereich rundum zu betreuen – und das natürlich auch und vor allem in Sachen Wartung.
Wo gemeinsame Anstrengungen von Handwerk und Industrie sinnvoll sind, erforderliche Wartungen beim letztlich gemeinsamen Kunden umzusetzen, werden diese vom Fachverband SHK NRW und seinen Mitgliedern begrüßt und unterstützt. Die Gemeinschaft der Innungsbetriebe ist bereit und in der Lage dazu.
Alleingänge und Initiativen der Hersteller ohne Beteiligung des Handwerks werden allerdings entschieden abgelehnt! Denn Wartung ist und bleibt Sache der Fachbetriebe."

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Artikelnummer: cci62574
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Kommentare (1):

Zunderknispel, das zu ändern bedarf der Fähigkeiten von Trump und Putin zusammen. Zumindest für den Bereich Klima, Lüftung, Kaltwasser in der Industrie und Gewerbe.
Seit 10 Jahren investieren "die Großen" konsequent in Aufbau und Ausbildung als System & Service Provider. Die Wartung z.B. von Kaltwassersätzen ist seit über 20 Jahren, mit Beginn der Digitalisierung, fest in Hersteller Hand...denn-wenn es Ernst wird und eine Instandsetzung erforderlich ist, haben Externe weder die Ersatzteil-Informationen noch den Zugriff in die Werksebene der Parametrierung. Auch die Software Updates gehen am Fachunternehmer vorbei. Die in den OEM Reglern hinterlegten Algorithmen zur Effizienzsteigerung, Selbstschutz gegen Schäden durch Betriebszustände außerhalb des Zulässigen etc. etc sind so komplex, das Sie gerne mal von den Service Mitarbeitern der Hersteller deaktiviert werden um in ein nachvollziehbares Verhalten zu kommen im Havarie Fall... Anpassen unmöglich.
One Stopp Shopping heißt das Angebot im Neuanlagen Geschäft. KWS, MSR, AHU nebst Aufbau der Kaltwasserzentrale incl. Inbetriebnahme aus einer Hand. Das mühsame Geschäft der Verteilnetze Wasser, Luft und Kabel überlässt man noch gern dem Fachbetrieb- hier ist zu wenig Marge drin bzw. zu hoher konstruktiver und koordinatorischer Aufwand dahinter.
Systemberatung und Engineering ist ebenfalls im Programm, nebst Ausschreibungstexten zur Systemtechnik.
Zehn Jahre stringenter Aufbau skalierbarer Strukturen und ein aus der Historie gewachsenes, flächendeckendes Kontaktnetzwerk in die Industrie sind Heute Fakt. Fachkräfte, die erst die MSR programmieren, den Schaltschrankbau überwachen und steuern, dann das Ganze inclusive Turbo vor Ort in Betrieb nehmen können sind Ausgebildet und am Werk. Zusätzlich wurde ihnen die nötige Gesamtsystem Kompetenz in Hydraulik und Thermodynamik vermittelt. Die lufttechnische Ausbildung hinkt etwas hinterher, aber auch da ist man dran. Soviel zur Kaltwasser Fraktion. Die Lufttechnik Hersteller begehen mit Verzögerung den gleichen Weg des One Stopp Shopping. Beide bieten den Planern und Industriekunden das Paket erfolgreich an. Beide vergeben oder vermitteln fleißig Aufträge an Fachbetriebe, um das Paket zu liefern.
Und ob in dem Fachbetrieb ein Meister sitzt oder nicht, kann denen egal sein- die haben genug eigene.

Ich bin wirklich gespannt, welches Maßnahmenpaket die Innung der Heizungsbau Meister schnüren und umsetzen wird, um das Marktgeschehen in Richtung ihrer Mitglieder zu beeinflussen.

Wie lange es Innungen im Zuge der Europäischen Gesetzgebung überhaupt noch gibt, wird ebenfalls spannend zu verfolgen sein.

Ich neige zum Realismus und glaube nicht an die Wiederbelebung des Röhrenbildschirmes.
Andreas Kettermann 13.11.2018

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