3. Dezember 2018 Autor: Dr.-Ing. Manfred Stahl

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  • Neues GEG: Soll das tatsächlich ein Niedrigstenergiegebäude sein?
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Neues GEG: Soll das tatsächlich ein Niedrigstenergiegebäude sein?

Nach mehreren Veröffentlichungen im Internet und auch in cci Wissensportal zum Entwurf des neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) wird in der Branche kontrovers über ein wichtiges Detail dieses neuen Gesetzes diskutiert - was meinen Sie dazu?

(Abb. © Stockwerk-Fotodesign/stock.adobe.com)(Abb. © Stockwerk-Fotodesign/stock.adobe.com) Im Mittelpunkt steht die Definition eines Niedrigstenergiegebäudestandards. Diesen beschreibt die europäische Gebäudeeffizienzrichtlinie EPBD, deren Forderungen in Deutschland mit dem GEG umgesetzt werden müssen, sinngemäß als ein „Nearly Zero Energy Building, bei dem der geringe, noch notwendige Energiebedarf zu großen Teile aus regenerativen Energien stammen soll".
Vergleicht man diesen „Wunsch“ (beziehungsweise die Vorgabe) der EU-Kommission mit den „Definitionen“ des GEG, kommt man ins Grübeln. Das GEG schreibt nämlich, dass der künftige Effizienzstandard für neue Gebäude dem bisherigen entspricht – man hat also kurzerhand den Baustandard auf Basis der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2016 zum Niedrigstenergiegebäude deklariert. Das Bundeswirtschaftsministerium begründet in seinem GEG-Entwurf diese Entscheidung anhand der Wirtschaftlichkeit, die bei einer weiteren Verschärfung der EnEV-Anforderungen nicht mehr gegeben sei.
Auch bei der Fortführung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) im neuen GEG gab es keinerlei Verschärfungen, sondern in einem Punkt sogar eine Abschwächung: Sobald ein neues Gebäude beim baulichen Wärmeschutz um mindestens 10 % besser ist als der EnEV-Referenzstandard, sind die Forderungen des EEWärmeG erfüllt – auch ohne dass in dem Gebäude irgendeine Art von „echten“ regenerativen Energien genutzt wird.
Als Prof. Bert Oschatz diese Inhalte vor wenigen Tagen beim CEGA-Kongress in Baden-Baden vorstellte, wusste viele der Teilnehmer nicht, ob sie nun über dieses neue GEG lachen oder weinen sollten – welcher Meinung sind Sie? Statements an redaktion@cci-dialog.de sind sehr willkommen.

Eine Zusammenfassung wichtiger Punkte des neuen GEG lesen sie in cci Wissensportal (Artikelnummer cci74312).

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Jede Art der Vervielfältigung, Verbreitung, öffentlichen Zugänglichmachung oder Bearbeitung, auch auszugsweise, ist nur mit gesonderter Genehmigung der cci Dialog GmbH gestattet.
 
Artikelnummer: cci62649
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Kommentare (1):

Hallo Redaktion,

mit den bisherigen Definitionen zum „nearly zero energy building“ - Gebäude mit „sehr hoher Gesamtenergieeffizienz und sehr geringem Energiebedarf“ und Deckung des Energiebedarfs „zum ganz überwiegenden Teil“ aus erneuerbaren Energien“ ist als Mindeststandard das Effizienzhaus 55 gemeint, einschließlich der regenerativen Stromproduktion, also das, was heute als KfW 40 Plus-Standard gewünscht wird.

Die weitere Definition der Bundesregierung lautete, dass die fürs Gebäude notwendige Energie „am Gebäude produziert und im Gebäude gespeichert“ werden sollte. Einzig die Detaildefinitionen lagen noch nicht vor.

Was ist beispielsweise „zum ganz überwiegenden Teil“? Sind das 55 %, 65 % oder 75 %?

Die vorgenannten Forderungen sind heute schon problemlos möglich, wie eines der Testhäuser, des von der Bundesregierung initiierten Testprogramms „SolSys“ deutlich zeigt: Autarkie 75 % für Wärme und Strom, preiswerte Lösung weil Standard-Produkte mit langer Lebensdauer verwendet werden, einfachste hydraulische Installation, geringe Wartungs- und Instandhaltungskosten, Dachfenster im Süddach problemlos möglich (gegenüber vollständig zugebaut mit Photovoltaik).

Dank aktuell guter Fördermittel geringe Mehrkosten gegenüber heutigem Standard, Amortisation der Mehrkosten zum verlangten Standard unter 10 Jahren, Rendite 4 bis 5 %, jährlich steigend entsprechend der Energiepreisentwicklung.

Es bleibt nur zu sagen, „Bauherr, was willst Du mehr? Wir haben alles und das günstig!“

Wir sind schon längst so weit, das „nearly zero energy buiding“ ohne große Mehrkosten zu realisieren. Leider hindert uns die gute Lobbyarbeit der Wärmepumpenindustrie und der Energieversorger daran, das zu tun, was sinnvoll wäre.

Gerd Schallenmüller, ReSys AG
04.12.2018

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