FCKW: DUH kritisiert Umweltministerium

(Abb. © Deutscher Bundestag)

Deutsche Umwelthilfe kritisiert Bundesumweltministeriums nach einer Anfrage zur Entsorgung FCKW-haltiger Kühlgeräte.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert, dass durch die unsachgemäße Entsorgung FCKW-haltiger Kühlgeräte bis zu 600.000 Tonnen unnötige CO2-Äquivalente pro Jahr entstehen. Dies zeigen die am 12. November veröffentlichten Antworten des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke. Außerdem wolle das Bundesumweltministerium nicht die bisherigen Entsorgungsstandards für FCKW-haltige Kühlgeräte anpassen, so der DUH.

„Bundesumweltministerin Schulze erkennt offiziell die von uns geforderten vorbildlichen europäischen Entsorgungsstandards für FCKW-haltige Kühlgeräte als Stand der Technik an. Trotzdem weigert sie sich diese in Deutschland gesetzlich vorzuschreiben und kontrollieren zu lassen“, sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

„Wenn nicht bekannt ist und auch nicht nachgewiesen werden muss, wie viele Kühlgeräte entsorgt werden und wie viel klimaschädliches FCKW herausgeholt wird, dann kann es auch keine funktionierende Anlagenüberwachung geben“, sagt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

Auf EU-Ebene existieren die Entsorgungsstandards EN 50625-2-3 und CLC/TS 50625-3-4, die die Entsorgung von FCKW-haltigen Kühlgeräten regeln und auch verbindliche Stoffstromnachweise festlegen. Laut DHU kommen diese Entsorgungsstandards in Ländern wie Frankreich, Niederlande, oder Belgien bereits zum Einsatz. In Deutschland wird die Entsorgung von FCKW-haltigen Kühlgeräten durch die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) geregelt.

cci120443

Schreibe einen Kommentar