Fehlerkosten am Bau 2019 und 2018

2018 wurden 17,8 Mrd. € am Bau in den Sand gesetzt. Das waren bereits 2,9 Mrd. € mehr als 2017. 2019 belaufen sich die Fehlerkosten am Bau auf fast 21 Mrd. € (Abb. © Fotolia RAW/stock.adobe.com).
2018 wurden 17,8 Mrd. € am Bau in den Sand gesetzt. Das waren bereits 2,9 Mrd. € mehr als 2017. 2019 belaufen sich die Fehlerkosten am Bau auf fast 21 Mrd. € (Abb. © Fotolia RAW/stock.adobe.com).

2018 wurden 17,8 Mrd. € am Bau in den Sand gesetzt. Das waren bereits 2,9 Mrd. € mehr als 2017. 2019 belaufen sich die Fehlerkosten am Bau auf fast 21 Mrd. €.
Fehlerkosten am Bau beschäftigen die gesamte Baubranche bereits seit Ewigkeiten. Es gibt keine offiziell geführten Statistiken darüber, wie hoch die Fehlerkosten am deutschen Bau tatsächlich ausfallen. Um die jährliche Fehlerkostensumme überhaupt annähernd zu ermitteln, führt BauInfoConsult seit etwa zehn Jahren einmal im Jahr eine umsatzanteilige Fehlerkostenanalyse durch.

Das Fehlerkosteninferno am deutschen Bau – 20,8 Mrd. € an Fehlerkosten in 2019 – speist sich (neben Großprojekten wie etwa der Flughafen BER oder Stuttgart 21) vor allem aus den Fehlerkosten, die bei vergleichsweise einfachen Bauprojekten tagtäglich passieren.



Die Fehlerkosten steigen laut BauInfoConsult von Jahr zu Jahr an. Auch für 2019 lässt sich ein Anwachsen der Fehlerkostensumme im Vergleich zum Vorjahr feststellen. So schätzen die von BauInfoConsult befragten Bauakteure, dass der Fehlerkostenanteil am gesamten Branchenumsatz 2019 bei durchschnittlich 15,4 % lag (Mittelwertberechnungen basierend auf den Ergebnissen der Grafik). Ausgehend von dem vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie berechneten baugewerblichen Umsatz von 135 Mrd. € im Jahr 2019 ergibt sich somit eine Fehlerkostensumme von 20,79 Mrd. €.

Frage: Wie hoch schätzen Sie den Fehlerkostenanteil am gesamten Branchenumsatz 2019 ein?
2018 lagen die deutschlandweiten Fehlerkosten noch bei 17,78 Mrd. €. Bezogen auf den für 2018 erfassten baugewerblichen Umsatz belief sich der Fehlerkostenanteil am gesamten Branchenumsatz im Schnitt auf 14 %.

So sah es 2018 aus: Fehlerkosten am Bau anteilig zum Jahresumsatz in Deutschland (Abb. BauInfoConsult)

Woherkommen diese Kosten? Berechnungsfehler, Kommunikationsversagen oder Pfusch können Gründe sein. Egal, ob nun an der Fassadendämmung beim Einfamilienhaus Risse auftreten oder bei Großprojekten die gesamte Rauchabzugsanlagen sowie die Lüftungstechnik einen kompletten Sanierungsfall darstellen. Bedenkt man, dass selbst die Beseitigung einfacher Baumängel oder Bauschäden im Einfamilienhausbau schnell einmal mehrere 1.000 € kosten kann, wird das Ausmaß der Fehlerkostenplage deutlich. „Nimmt man dazu noch die Fehlerkosten von besonders fehleranfälligen Großprojekten hinzu, dürfte jedem ersichtlich sein, dass fast 21 Mrd. € Fehlerkosten ein durchaus realistischer Wert ist“, so BauInfoConsult.

Die Fehlerkostenanalyse von BauInfoConsult entstammt der Jahresanalyse 2019/2020, die bei Christian Packwitz unter 0211/301559-10 oder per E-Mail an info@bauinfoconsult.de bestellt werden kann (kostenpflichtiges Dokument).

Artikelnummer: cci92691

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