Forschung: Dezentrale Ventilatoren in zentralen raumlufttechnischen Anlagen

Elektrischer Energiebedarf zur Luftförderung bei zentralen RLT-Anlagen (Abb. Universität Kassel)
Mechanische Lüftungsanlagen sind ein zentrales Element energieeffizienter, nachhaltiger Gebäude. Bei zentralen Lüftungsanlagen erfolgt die Luftförderung üblicherweise über einen Zuluft- und einen Abluftventilator in der Lüftungszentrale. Jeder Zentralventilator erzeugt eine Druckdifferenz, die sich an dem Widerstand des ungünstigsten Strangs orientiert. Zum Aufteilen des Gesamtvolumenstroms auf die einzelnen Gebäudebereiche wird die Druckdifferenz in den anderen Strängen gezielt abgedrosselt. Die Abdrosselung stellt eine Art „Energievernichtung“ dar, der kein direkter Nutzen gegenübersteht und die zumindest theoretisch vermieden werden kann bzw. sollte.
Mit dem hier vorgestellten Ansatz soll die Luftförderung in zentralen RLT-Anlagen durch den Einsatz dezentraler Ventilatoren energieeffizienter realisiert werden. Dabei wird die Druckdifferenz zur Luftförderung durch dezentrale Ventilatoren an dem Ort und in der Höhe erzeugt, wie sie zum Lufttransport erforderlich ist. Auf Drosselorgane wie Volumenstromregler wird im Dezentrale-Ventilatoren-System (dVt-System) verzichtet.
Im vorliegenden Artikel wird anhand von Messungen an einer Versuchsanlage gezeigt, dass die berechneten Einsparpotenziale im praktischen Betrieb auftreten und reproduzierbar sind.

Das Forschungsprojekt wird unter Leitung des Fachgebiets Technische Gebäudeausrüstung der Universität Kassel gemeinsam mit folgenden Partnern durchgeführt:

  • ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG
  • Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP)
  • innovaTec Energiesysteme GmbH

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.

Mitglieder finden den kostenpflichtigen Artikel (0,90 €) unter Anhänge.

Artikelnummer: cci42965

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