Kiefer: Klimatisierungssystem „Concretcool“ mit Betonkerntemperierung

Das Klimatisierungssystem „Concretcool“ der Kiefer Klimatechnik GmbH, Stuttgart, versorgt Klassenräume unterschiedlicher Bildungseinrichtungen mit frischer Außenluft. Für die Kühlung werden Kühlrohre in die Betondecke eingebaut.

Kiefer "Concretcool“
Im Grimmelshausen-Gymnasium in Gelnhausen versorgt das Klimatisierungssystem „Concretcool“ die Unterrichtsräume mit frischer Außenluft (beide Abb. © Kiefer Klimatechnik)

Die Betonkerntemperierung „Concretcool“ wurde vor 20 Jahren von Kiefer Klimatechnik entwickelt. Das Klimatisierungssystem arbeitet nach dem Prinzip der thermischen Bauteilaktivierung (BTA): Die Gebäudemasse dient dabei als Energiespeicher. Schon in mehreren Bildungseinrichtungen, wie dem Grimmelshausen-Gymnasium in Gelnhausen, wurde das BTA- Klimatisierungssystem von Kiefer eingesetzt. Dabei durchströmt Außenluft, die als Wärmeträgermedium dient, die in die Decke einbetonierten Aluminium-Kühlrohre und wird auf 21 °C erwärmt – erst dann wird sie über die in der Decke integrierten Luftdurchlässe in den Klassenraum geleitet.

Kiefer Aluminium-Kühlrohre
Für das BTA-Klimatisierungssystem „Concretcool“ werden Aluminium-Kühlrohre in die Betondecke eingegossen

„Concretcool“ hat eine Doppelfunktion – es versorgt den Raum mit Außenluft und temperiert ihn gleichzeitig. Für die „freie Kühlung“ (Free Cooling) des Gebäudes wird die im Jahresdurchschnitt 10 °C kühle Luft benutzt. Neben der passiven Temperierung mittels BTA wird aktiv über das Lüftungssystem temperiert. Laut Hersteller kann das Klimatisierungssystem mit einer stationären Kühlleistung von 15 bis 25 W/m² zeitlich begrenzt eine instationäre Kühllast von 30 bis 70 W/m² abführen. Dies liegt am Speichervermögen der Betondecke.

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