Spezifische Ventilatorleistung

Die spezifische Ventilatorleistung definiert das Verhältnis von benötigter elektrischer Ventilatorleistung zum geförderten Luftvolumenstrom und wird SFP-Wert (specific fan power) genannt. Die spezifische Ventilatorleistung dient zur Kennzeichnung des elektrischen Energieverbrauchs und kennzeichnet den Leistungsgrad einer Ventilatoranlage, inkl. Riementrieb, Getriebe und Frequenzumrichter. Je kleiner der SFP-Wert, umso weniger elektrische Energie wird für die Förderung eines m³ Luft benötigt.

Es gilt: SFP = P / q

mit
– P:  benötigte Leistung [W]
– q: geförderter Luftvolumenstrom [m³/s].

Die spezifische Ventilatorleistung wird in Kategorien eingeteilt. Die DIN EN 16798 Teil 3 „Energieeffizienz von Gebäuden – Lüftung von Nichtwohngebäuden – Anforderungen an die Leistung von Lüftungs- und Klimaanlagen und Raumkühlsystemen“ nennt folgende:

Kategorie Spezifische Ventilatorleistung [W/(m³/s)]
SFP-0 < 300
SFP-1 300 – 500
SFP-2 500 – 700
SFP-3 750 – 1.250
SFP-4 1.250 -2.000
SFP-5 2.000 – 3.000
SFP-6 3.000 – 4.500
SFP-7 >4.500

Die EnEV schreibt für Zuluftanlagen die maximale SFP-Kategorie 4 vor. Empfohlene SFP-Werte für die maximale Leistungsaufnahme von Ventilatorantrieben in RLT-Anlagen findet man auch in der VDI 3803 „Raumlufttechnik. Zentrale Raumlufttechnische Anlagen – Bauliche und technische Anforderungen“ (Februar 2010). Außerdem gibt der Herstellerverband RLT-Geräte Empfehlungen.

Artikelnummer: cci577

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