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2. April 2019 Autor: Rolf Grupp (Bearbeiter)

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  • Referenz: Raumkühlung in modernisiertem Bürokomplex in Weiterstadt
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Referenz: Raumkühlung in modernisiertem Bürokomplex in Weiterstadt

Daten und Fakten zum Projekt
Projekt Klimatisierung des östlichen X-Towers in Weiterstadt an (Fläche 15.000 m²)

Auftraggeber

Chemie- und Pharmaunternehmen Merck KGaA
Fertigstellung April 2018
Eingesetzte Kühltechnik Eisspeichersystem "sp.ICE" mit Kapillarrohrmatten
Kältemaschine mit 500 kW zur Spitzenlastabdeckung
Beteiligte Unternehmen GA-tec Gebäude- und Anlagentechnik GmbH, Heidelberg
TechDesign – Gesellschaft für Technische Ausrüstung und Energietechnik mbH, Frankfurt (Planung)
GEFGA Energiesysteme GmbH, Limburg, und Beka Heiz- und Kühlmatten GmbH, Berlin (Hersteller)

Im Sommer 2017 mietete das Chemie- und Pharmaunternehmen Merck KGaA sieben der zehn Stockwerke des östlichen X-Towers in Weiterstadt an (Fläche 15.000 m²). Hier sollten Büros für 1.000 Mitarbeiter geschaffen werden. Zu den Modernisierungsmaßnahmen zählte die Umstrukturierung zu Open Space-Büros und eine Umluftraumkühlung. Für die Planung und Ausführung wurde im August 2017 die GA-tec Gebäude- und Anlagentechnik GmbH beauftragt. Es stellte sich heraus, dass die vorhandene elektronische Anschlussleistung des Gebäudes für die Abdeckung der Spitzenlasten mit Kältemaschinen nicht ausreichte – bis 1 MW wäre nötig gewesen. Bei der Suche nach einer Möglichkeit, diesen Wert zu verringern, wurde Merck auf das Eisspeichersystem "sp.ICE", eine Neuentwicklung des Kapillarrohrmattenherstellers Beka Heiz- und Kühlmatten GmbH und der GEFGA Energiesysteme GmbH, aufmerksam.

Referenz- und Projektberichte in cci Wissensportal stellen interessante Bauobjekte vor. In den mehr technischen Projektberichten werden individuelle Lösungen aus der Praxis gezeigt, die für Planer, Anlagenbauer und Bauherren von Nutzen sein können. Die Redaktion veröffentlicht die Berichte in redaktionell bearbeiteter Form. Für einen schnellen Überblick stellen wir den Artikeln eine "Bautafel" voran mit Angaben zu Anforderungen und Ausführungsdaten. Wir freuen uns auch über Ihre Referenzen. Schreiben Sie uns an redaktion@cci-dialog.de.

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Artikelnummer: cci76783

Kommentare (3):

Die Anwendung der Eisspeicher ist sehr alt und bestand schon um 1950 darin, dass Eisbarren mit entsprechenden Fahrzeugen dorthin gebracht wurden, wo keine Kälteanlagen vorhanden waren - der Eisspeicher wurde mit dem gelieferten Eis gefüllt und deckte den Kühlbedarf des Tages.
Ich selbst habe erstmals 1980 Eisspeicher im Zusammenhang mit Klimaanlagen zur Senkung der Anschlussleistung der Kältemaschine
verwendet- d.h. die Nutzung einer kleineren Kältemasch., die nur im optimalen Leistungsbereich betrieben wird u. bei Kälteübersch. und im Nachtbetrieb den Eisspeichers füllt. Genügt die Leistung der Kälteanlage nicht, deckt der Eispeicher den fehlenden Kälteanteil.
Diese Eisspeicher waren mit Eis-/Wasserkugeln in einer entsprechenden Gefrierlösung gefüllt - Volumen je nach Bedarf u. Leistung - geeignet, um jeden Spitzenbedarf an Kälte abzudecken.
Die gleichmäßig anfallende Abwärme der Kälteanlage ist bestens für die Warmwasserbereitung geeignet !!

Mit freundlichen Grüßen - Dr.-Ing. G. Bredenbeck
Günter Dr. Bredenbeck 04.04.2019
In der heutigen Zeit, in der die Sommer gefühlt länger und Wärmer werden und die Firmen die Arbeitsbedingungen für Ihre Mitarbeiter so komfortabel wie möglich machen wollen eine gute Technik.

Beim Lesen des Artikels haben sich mir noch weitere Fragen zu dem Projekt bzw. der Technik ergeben. In dem Bericht wurde nur die Erzeugerseite beschrieben. Zu der Übertragerseite im Gebäude wurden keine Angaben gemacht. Liegen Ihnen noch weitere Informationen vor?

- Welche Temperaturen im Kaltwassernetz lassen sich mit der Technik realisieren?
- Wie lässt sich in bestehenden Gebäuden die Übertragung sinnvoll nachrüsten, da Deckenhöhen und Bestandsleitungen wahrscheinlich nicht viel Platz zulassen.
- Wie werden hier in diesem Projekt die bestehenden Büroräume nun gekühlt?

Dipl.-Ing. (FH) Alexander Krenke, Ingenieurbüro Stinn, Büren
08.04.2019
Antworten auf Herr Krenkes Fragen

Welche Temperaturen im Kaltwassernetz lassen sich mit der Technik realisieren?
Es können auf der Verbraucherseite Vorlauftemperaturen von 2 bis 20 °C und höher realisiert werden. Bei spezieller Auslegung sogar Temperaturen um den Nullpunkt (+0,2 °C). Die Temperaturen auf der Verbraucherseite werden dabei entweder über einen Wärmeübertrager oder über Dreiwegeventile ausgeregelt.

Wie lässt sich in bestehenden Gebäuden die Übertragung sinnvoll nachrüsten, da Deckenhöhen und Bestandsleitungen wahrscheinlich nicht viel Platz zulassen?
Hierzu gibt es keine generelle Antwort. Dies ist immer im vorliegenden Einzelfall zu klären. Das Rohrleitungssystem mit einer Eisspeichertechnik kann im Bestand sogar von Nutzen sein. Mit einem Eisspeichersystem kann die Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf vergrößert werden. Statt den üblichen 6 K Spreizungen bei konventionellen Kältesystem kann die Spreizung mit einen Eisspeichersystem z.B. auf 12 K vergrößert werden. Dies verringert die notwendige Kaltwassermenge auf die Hälfte und die Rohrdimensionen können entsprechend verringert werden.

Wie werden hier in diesem Projekt die bestehenden Büroräume nun gekühlt?"
In dem Projekt von Merck X-Towers werden die Räume mit Umluftkühlgeräten konditioniert. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass in dem Gebäude keine Außenluftversorgung vorhanden ist und aus Platzgründen nicht nachgerüstet werden konnte. Um eine Entfeuchtung der Raumluft zu gewährleisten hat sich Merck für eine Lösung mit Umluftgeräten entschieden. In anders gelagerten Fällen, bei denen eine mechanische Außenluftversorgung realisiert werden kann, greift Merck, zur Verbesserung des thermischen Komforts, auf Flächenkühlsysteme mit Kapillarrohrtechnik zurück.

(Autor: GA-tec)
12.04.2019

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