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29. Juli 2015 Autor: Rolf Grupp (Bearbeiter)

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  • Lüftung per qualifizierten Rauchabzug
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Lüftung per qualifizierten Rauchabzug

Dient eine Dachöffnung nur dem Rauchabzug im Brandfall, ist sie eine vom Gesetzgeber geforderte teure Investition. Nutzt man diese Öffnung aber neben ihrer RWA-Funktion auch zur täglichen Lüftung, macht sich die Investition nicht nur im Brandfall bezahlt.

Effizient ist die Umsetzung aber nur, wenn man RWA-Systeme einsetzt, die auch in ihrer Lüftungsfunktion die gesamte aerodynamisch wirksame Öffnungsfläche bieten. Denn schließt man die zur Verfügung stehende Dachöffnung mit einem System, das zur Lüftung nur mit einem Hub von 300 mm öffnet, ist der Lüftungseffekt vergleichbar mit einem Fenster in Kippstellung. Da diese Systeme - mit PC-Mehrstegplatten oder Glas ausgefacht - auch Tageslicht ins Gebäude lassen, vereint man den Mehrfachnutzen Licht, Lüftung und Brandschutz in einem System. Verfolgt man diesen Gedankengang bereits bei der Planung eines Gebäudes, können über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes Betriebskosten einspart werden.

 RWA-Systeme "Phönix", die auch zur Lüftung eingesetzt werden können (Alle Abb. Roda Licht- und Lufttechnik) RWA-Systeme "Phönix", die auch zur Lüftung eingesetzt werden können (Alle Abb. Roda Licht- und Lufttechnik)
Eine große Rolle spielen nicht nur die Auslegung und Wirkungsweise der gewählten RWA-Systeme, sondern auch die Sicherstellung einer guten Raumluftqualität. Um die optimale Wirkung der natürlichen Entrauchung zu gewährleisten, müssen Größe, Art und Anordnung der RWA-Anlage beachtet werden. Wichtig ist, dass die Rauchgase möglichst schnell und ungehindert aus dem Gebäude ins Freie ausströmen können. Wird das natürlich wirkende Rauchabzugsgerät im Normalbetrieb auch zur natürlichen Be- und Entlüftung genutzt, kann die verbrauchte, warme Luft mit Hilfe des thermischen Auftriebs aus dem Gebäude abgeführt werden. Bei einer Entlüftungsfläche von 2 m² und einer Abluftgeschwindigkeit von 2 m/s ermöglicht ein solches System ein Abluftvolumen von ca. 14.000 bis 15.000 m³/h. Das entspricht der Lüftungskapazität eines Abluftventilators mit einer Antriebsleistung von ca. 2 kW. Wenn die Außenluftzufuhr an 260 Arbeitstagen im Jahr gewährleistet werden muss, kann die Energieeinsparung nur für dieses eine Gerät bei rund 800 € im Jahr liegen.

Beispielrechnung
Stromkosten: ca. 0,19 Ct/kWh
8 h x 260 Arbeitstage = 2.080 h
2 kW x 2.080 h = 4.160 kWh
4.160 kWh x 0,19 Ct/kWh = 790,40 €

In allgemeinen Werkstätten ist eine Luftwechselrate vom 2- bis 5-Fachen des Raumvolumens erforderlich. Bei einer Halle von 50 x 50 x 8 m und einem Volumen von 20.000 m³ liegt die erforderliche Luftwechselrate somit bei 40.000 bis 100.000 m³/h. Wird dieser Luftwechsel mechanisch realisiert, betragen die Energiekosten dafür rund 2.000 bis 5.000 € jährlich. Bei Industriezweigen wie der Lebensmittelindustrie, sind die erforderlichen Luftwechselraten noch deutlich höher.  (... weiter Seite 2)

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