15. Juni 2017 Autor: Rolf Grupp (Bearbeiter)

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  • L&R Kältetechnik: Physikalische Wasseraufbereitung ohne Biozid
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L&R Kältetechnik: Physikalische Wasseraufbereitung ohne Biozid

Das MHP-System – im Bild: der Reaktor als zentrale Komponente – besteht aus wenigen Bauteilen und erfordert laut L&R nur minimalen Wartungsaufwand. (Abb. MHP) Das MHP-System – im Bild: der Reaktor als zentrale Komponente – besteht aus wenigen Bauteilen und erfordert laut L&R nur minimalen Wartungsaufwand. (Abb. MHP) Unternehmen, die Kühlsysteme im offenen Kreislauf betreiben, müssen Vorsorge gegen den Eintrag von Keimen und anderen Verunreinigungen treffen. So fordert es auch die VDI-Richtlinie 2047 „Hygiene bei Rückkühlwerken“. L&R Kältetechnik hat unterschiedliche Verfahren evaluiert, um diese Anforderung aus Betreibersicht optimal umzusetzen. Dabei stellte sich laut L&R das rein physikalische MHP-System (MHP steht für „Mannesmann Hydro-Physikalisches System“) als dasjenige heraus, das die spezifschen Anforderungen der Wasseraufbereitung in offenen Kühlkreisläufen am besten erfüllt.
Die Kernkomponente einer MHP-Anlage ist ein Reaktionsbehälter, dessen innerer Aufbau dem eines Zyklons ähnlich ist. Eine Druckpumpe fördert das aufzubereitende Wasser in diese Reaktionskammer, die extrem hohe Zentrifugal- und Zentripetalkräfte erzeugt. Zudem bilden sich hohe Scher- und Reibungskräfte sowie Unterdruck und Kavitation aus.
Durch die Kombination dieser hohen physikalischen Kräfte werden Bakterien und andere Verunreinigungen mit komplexer Molekülstruktur aufgerissen und zerstört. Übrig bleiben Bakterienfragmente, die durch Kaltoxidation eliminiert werden. Die Kaltoxidation findet als Parallelprozess statt. Die derart unschädlich gemachten Verunreinigungen können – wie von der VDI-Richtlinie empfohlen – z. B. über vorhandene oder mit dem MHP-System gelieferte Filteranlagen abgeschieden werden.
Das MHP-System eignet sich dazu, Kreislaufwasser in Kühltürmen hygienisch stabil zu halten und einen Befall mit Legionellen und anderen Mikroorganismen zu verhindern. Das Verfahren kann sowohl in Verdunstungskühlanlagen als auch in Hybrid-, Nass- oder Naturzugkühltürmen zum Einsatz kommen. Es verhindert Rückverkeimungen, das Wasser bleibt also dauerhaft hygienisch stabil. Da das System ohne mechanisch bewegliche Anteile auskommt, ist der Verschleiß der Anlage gering, und es fallen keine Kosten für Biozide an. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Bildung von Biofilm und biologisch bedingten Verkrustungen an Rohrregistern und Wärmeübertragern verhindert und damit deren Wirkungsgrad erhalten wird.
Auch für die Nachrüstung vorhandener Anlagen eignet sich das Verfahren, weil es als Bypass-Lösung in vorhandene (Rück-)Kühlsysteme integriert werden kann. Es stehen neun Anlagengrößen für Leistungen von 1 bis 51 m3/h zur Verfügung. Eine mobile Leihanlage bereitet bei Kundentests vor Ort das Kühlwasser auf.

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Artikelnummer: cci57770

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