9. März 2017 Autor: Rolf Grupp (Bearbeiter)

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Grundfos: digitale Dosierpumpe

(Abb. Grundfos)(Abb. Grundfos) Das Dosieren ist beispielsweise in der Wasseraufbereitung und in der Prozessindustrie (Chemie, Pharma, Nahrung) eine Kernaufgabe. Grundfos bietet dazu Dosierpumpen mit der Schrittmotor-Technik (Digital Dosing) als Antriebskonzept. Als Variante stehen Dosierpumpen mit drehzahlvariablen Schritt- oder Servomotor zur Verfügung (Smart Digital).

Während herkömmliche Membran-Dosierpumpen mit einer Hublängenverstellung oder Hubfrequenz dosieren, erfolgteine Veränderung der Dosiermenge bei Digital Dosing-Dosierpumpen allein über die Druckhubgeschwindigkeit bei stetiger Verwendung der vollen Hublänge, was sich positiv auf Präzision und Gashandling auswirkt.

Durch den drehzahlvariablen Antrieb erreichen die digitalen Dosierpumpen einen Einstellbereich bis 1:3000 (das ist etwa um den Faktor 70 größer als bei herkömmlichen Dosierpumpen). Vorteile der digitalen Dosierpumpen sind das pulsationsarme und gleichmäßige Dosieren, die Bedienung und die Anbindungsmöglichkeiten in die Prozessleittechnik. Für die ntegration in Profibus- oder Profinet-Systeme stehen Funktionsblöcke bereit.

Bei den digitalen Dosierpumpen muss der Betreiber nur die Förderleistung in Liter bzw. Milliliter je Stunde eingeben - die Pumpe erledigt die restliche Arbeit. Langwierige Einstellungen über Hubfrequenz und Hublänge, unter Zuhilfenahme von Gegendruckkorrekturtabellen, gehören der Vergangenheit an.

Nun erweitert Grundfos sein Dosierpumpen- Programm mit drehzahlvariablen Antrieb (Smart Digital) um die Ausführungen Smart Digital XL mit einem Einstellbereich von 1:800 bei gleichzeitiger Dosiergenauigkeit von +/- 1,5 % über den gesamten Einstellbereich. Dies erlaubt eine präzise Dosierung von Chemikalien, selbst bei Kleinstmengen-Dosagen.

Nur drei Baugrößen (60-10, 120-7, 200-4) decken einen Dosierbereich von 0,075 bis 200 l/h ab.
In der Standardausführung können sowohl ausgasende Chemikalien (z.B. Chlorbleichlauge) oder - in Kombination mit federbelasteten Ventilen - hochviskose Flüssigkeiten bis zu einer Viskosität von 3.000 mPas dosiert werden. Der Dosierkopf ist in drei verschiedenen Materialvarianten (PVC, PVDF oder Edelstahl) verfügbar.

Die integrierte FlowControl-Dosierüberwachung lässt exakte Diagnosen der häufigsten Ursachen von Dosierfehlern zu (defekte Ventile, Luftblasen, Kavitation, Überdruck). Diese Fehler werden im Alarmmenü angezeigt oder können via Feldbus weitergeleitet werden. Dadurch ist die Fehlerdiagnose kurz und die Gefahr der Stillstandszeit reduziert.

Die AutoFlowAdapt-Funktion sorgt dafür, dass der Dosierprozess bei festgelegtem Soll-Volumenstrom weiterläuft, auch wenn externe Einflüsse (Luftblasen, Kavitation, schwankende Gegendrücke) diesen beeinträchtigen sollten. Weicht der Ist- vom Soll-Wert ab, regelt die Steuerung die Drehzahl des Antriebs.

Artikelnummer: cci54464

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