26. April 2018 Autor: Volker Jochems

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Lunos: Gestenbedienung von Lüftungssteuergeräten

Mittels einfacher Gesten und Bewegungen können Volumenströme oder Regelbereiche eingestellt und die Menünavigation ausgeführt werden. (alle Abb. Lunos)Mittels einfacher Gesten und Bewegungen können Volumenströme oder Regelbereiche eingestellt und die Menünavigation ausgeführt werden. (alle Abb. Lunos) Die Ergebnisse der Gestensteuerung werden über im Gehäuse verbaute LEDs mittels festgelegter Farbcodes als Projektion an der Wand wiedergegeben.Die Ergebnisse der Gestensteuerung werden über im Gehäuse verbaute LEDs mittels festgelegter Farbcodes als Projektion an der Wand wiedergegeben.

Zur kontaktlosen Bedienung von Lüftungssteuergeräten hat die Lunos Lüftungstechnik GmbH, Berlin, eine Gestensteuerung entwickelt. Sie soll eine intuitive Bedienbarkeit mittels einfacher Handbewegungen garantieren. Durch Gesten und Fingerbewegungen können beispielsweise Volumenströme oder Regelbereiche eingestellt, Geräte ein- und ausgeschaltet und die Menünavigation ausgeführt werden. Farbige LED-Lichtimpulse geben optische Rückmeldungen über klimatische Bedingungen wie Raumluftfeuchte und Temperatur.
Die Lunos-Eigenentwicklung erkennt über ein fein 3D-Näherungssensorsystem die jeweilige Handgeste. Auf einer Steuerplatine montierte Pads erzeugen vor dem Gerät ein räumlich begrenztes elektrisches Feld, in dessen Bereich die dreidimensionale Erfassung möglich wird. Dazu ist ein Chip verbaut, der auf Basis von Widerstandsmessungen Änderungen von Luftfeuchte und Wärme wahrnimmt. Kommt eine Hand oder ein Finger in die Nähe dieses Felds, verändert es sich, und die Sensoren erstellen aufgrund des gemessenen Unterschieds ein dreidimensionales Bild der Geste. Die Geste wird der entsprechenden Funktion zugeordnet, die Funktion wird ausgeführt und über im Gehäuse verbaute 60 RGB-LEDs mittels festgelegter Farbcodes als Projektion an der Wand wiedergegeben. Anhand der Farbe kann so zum Beispiel die Tendenz der Luftqualität wahrgenommen werden. Welche Gesten welche Funktion steuern, ist individuell einstellbar. Der 3D-Sensor zur Näherungserkennung kann einen oder mehrere Finger voneinander unterscheiden sowie deren Position und Abstand zur Gestensteuerung erfassen. Dadurch lässt sich eine Vielzahl an Bedienmöglichkeiten umsetzen. Beispielsweise kann mit Wischbewegungen im Menü navigiert werden. Mittels vertikaler Bewegungen lassen sich die einzelnen Volumenstufen einstellen. Mit dem Abstand des Fingers zur Oberfläche des Moduls wird die Helligkeit der LEDs gesteuert. Die Steuerung funktioniert aber auch als klassisches Touchpad. Fünf berührungssensitive Bereiche erkennen bei Auflage eines Fingers oder der Hand den Kontakt zur Oberfläche. Ähnlich wie bei der Gestenerkennung werden diese Berührungen Befehlen zugeordnet.

Damit die Nachtlichtfunktion und automatische Nachtprogramme optimal arbeiten können, sitzen Helligkeitssensoren auf der Rückseite der Steuerung, die speziell für die Schlafräume entwickelt wurden. Diese nehmen die Lichtreflexion an der Wand wahr. Dabei handelt es sich um eine Funktion, die unabhängig vom Lüfterbetrieb läuft. Damit die Messung auch bei eingeschalteten LEDs erfolgen kann, werden diese im Millisekundentakt permanent ein- und ausgeschaltet, was für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar ist. In dieser Millisekunde wird das Umgebungslicht gemessen, und je nach festgelegter Schwelle aktiviert sich das entsprechende Programm. Die Steuerung verfügt über zwei Ausgänge, an denen die Lüftungskomponenten angeschlossen werden. Die beiden Kanäle sind getrennt voneinander steuerbar, sodass sich verschiedene Regelkreise schalten lassen. Über den einen Ausgang können beispielsweise Ablufträume, wie Bad, WC und Küche, mit einem hohen Volumenstrom entlüftet werden, während im Schlafbereich die Lüftung – ausgelöst durch die Helligkeitssensoren – bereits im geräuscharmen Nachtmodus läuft.

Die Gestensteuerung verfügt neben der Nachtlichtfunktion über weitere Modi. So lässt sich eine Uhr projizieren, Feuchte- und Temperaturwerte permanent anzeigen oder Farbkombinationen für eine behagliche Wohnatmosphäre einstellen. Dazu zählen etwa ein blaues Pulsieren oder ein Regenbogen, der am oberen Rand aufleuchtet. Die Funktionalität der Gestensteuerung lässt sich über einen PC oder mobile Endgeräte abrufen. Dies ermöglicht die Konfiguration aller Funktionen und Anzeigen, sodass eine auf die jeweilige Wohneinheit abgestimmte optimale Steuerung gewährleistet werden kann. Damit ein umfassendes Monitoring sowie Datenmanagement möglich wird, werden die Raumlufteigenschaften gemessen und gespeichert, die Betriebsstunden für jede Einheit dokumentiert und die Filter auf ihren Betrieb geprüft, sodass ersichtlich wird, wie lange sie bereits verbaut sind und wann ein Tausch notwendig wird. Ebenso kann nachverfolgt werden, auf welcher Stufe die Lüftung lief, sodass eine Anpassung der Programme zur Effizienzsteigerung möglich wird. Der Anwender sieht auch, wie oft ein Gerät eingeschaltet war oder welche Fehler im Betrieb oder Stillstand auftraten. Damit erhält der Bewohner eine eigene Wartungszentrale.

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