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11. Februar 2011 Autor: Diethard Niehoff
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Energieeinsparung durch Einsatz von Luftleitungen der Dichtheitsklasse C

In der Vergangenheit wurden Leckagen im Luftleitungsnetz von 10 % und mehr im Interesse niedriger Investitionskosten oder aus Unwissenheit in Kauf genommen. Durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) kommt der Dichtheit von Luftleitungen eine hohe Bedeutung zu: Die Dichtheitsklasse C wird für viele Fälle empfohlen (DIN EN 13779). Dies erfordert eine Reduzierung der Leckagen auf ein Zehntel der Werte, die bei Verwendung von Bauteilen der bislang üblichen Dichtheitsklasse A zulässig waren.

Der Artikel wurde überprüft im März 2015.

Auswirkungen von Leckverlusten

Lüftungstechnik bei ZF Getriebe, Brandenburg Lüftungstechnik bei ZF Getriebe, Brandenburg Bei Einsatz von Luftleitungsteilen der Dichtheitsklasse C – höchste Transportqualität und fachgerechte Montage vorausgesetzt – lassen sich die Energiekosten von RLT-Anlagen deutlich senken. Dank innovativer Fertigungstechnologien ist es möglich, Luftleitungsbauteile nach Dichtheitsklasse C (DIN EN 1507) in gefalzter Ausführung kostengünstig herzustellen. Bereits während der Montage des Lüftungssystems sind aber stichprobenartige Dichtheitskontrollen dringend anzuraten, um aufwändige Nachbesserungen zu vermeiden.

Um die Funktion der Anlage sicherzustellen, muss bei Leckverlusten der am Zielort fehlende Volumenstrom durch Erhöhung des Förderstroms ausgeglichen werden. Da aber die Druckdifferenz im Gerät mit dem Quadrat der Luftgeschwindigkeit wächst, erhöht sich die spezifische Ventilatorleistung (SFP-Faktor = Energiebedarf/Volumenstrom) ebenfalls mit der zweiten Potenz. Die aus Leckverlusten resultierenden Mehrkosten sind also deutlich höher als der prozentuale Anteil der Leckverluste bezogen auf den Förderstrom.
Die Forderung nach einem absolut dichten Luftleitungssystem ist aus Kosten- und Gewichtsgründen (geschweißte Bauteile) meist unrealistisch. Aber Leckvolumenströme sind nutzlos aufbereitete und geförderte Luftströme und sollten möglichst vermieden werden. Die unkontrolliert austretende Luft kann sich unangenehm auf die Raumbedingungen auswirken:
- Der Sollvolumenstrom am Luftauslass wird nicht erreicht. Dadurch stellen sich die geplanten Strömungsverhältnisse nicht ein. Um den erforderlichen Raumluftzustand zu erreichen, muss das Energiedefizit ausgeglichen werden. Damit verbunden sind eine erhöhte Temperaturdifferenz und höhere Energiekosten.
- Der Sollvolumenstrom am Abluftdurchlass wird nicht erreicht. Verbrauchte Luft oder Schadstoffe werden nicht ausreichend abgeführt.
- Es treten Probleme bei der Einregulierung der Anlage auf. So kann in bestimmten Fällen das Druckniveau zwischen den Räumen nicht hergestellt werden.
- Partikel, Keime und Gerüche können aus dem Kanalnetz in die Räume gelangen.
- Gefilterte Luft im Kanal wird durch die Umgebungsluft verunreinigt
- Es entstehen Strömungsgeräusche wie Zischen, Pfeifen, die an schwer zugänglichen Stellen kaum zu beheben sind.
- Schmutzfahnen an den Leckstellen beeinträchtigen den optischen Eindruck.
Leckagen fördern im Brandfall die Brand- bzw. Rauchausbreitung.

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