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17. November 2015 Autor: Dr.-Ing. Manfred Stahl (Bearbeiter)

Aus dem Inhalt

  • Studie: Gute Raumluftqualität trägt erheblich zur Steigerung der Konzentration bei
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Studie: Gute Raumluftqualität trägt erheblich zur Steigerung der Konzentration bei

Personen in gut belüfteten Räumen mit geringen Konzentrationen an CO2, Schad- und Geruchsstoffen (VOC) haben bis zu vier Mal bessere kognitive Fähigkeiten als Personen in Büros mit hohen Luftbelastungen. Zu diesem Ergebnis kam ein Forscherteam bei Versuchen in Syracuse/USA, deren Ergebnisse Ende Oktober veröffentlicht wurden /1/. Für die Tests haben 24 Personen sechs Tage je 6 h Bürotätigkeiten bei unterschiedlichen Raumluftbelastungen durchgeführt (Variation der Außenluftvolumenströme, der CO2- und VOC-Konzentrationen). Sie mussten jeden Nachmittag eine eineinhalbstündige Prüfung absolvieren. Die Ergebnisse waren eindeutig: Bei den besten Raumbedingungen waren die Testresultate der Probanden im Durchschnitt doppelt so gut wie bei den höchsten CO2- und VOC-Konzentrationen.

Somit wurde mit dieser Studie einmal mehr die hohe Bedeutung eines ausreichenden Außenluftwechsels zur Sicherstellung oder Steigerung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit von Personen an Büroarbeitsplätzen nachgewiesen. Nachfolgend eine von der Redaktion erstellte Zusammenfassung der Studie.

Titel der Studie
Association of Cognitive Function Scores with Carbon Dioxide, Ventilation, and Volatile Organic Compound Exposures in Office Workers: A Controlled Exposure Study of Green and Conventional Office Environments

Durchführung
Interdisziplinäres Forscherteam (siehe Publikation)

Auftraggeber
National Institute of Environmental Health Sciences, Morrisville/USA

Das Vorgehen bei der Studie
24 Testpersonen (14 weiblich, 10 männlich, Alter 20 bis 70 Jahre, keine Raucher, keine sensitive Personen) haben an sechs Tagen im November 2014 im IAQ-Labor des Syracuse Center of Excellence in zwei identischen Labor-Büroräumen täglich von 9 bis 17 Uhr typische Bürotätigkeiten ausgeführt. Für die Teilnahme erhielt jede Versuchsperson 800 US-$.
Während der sechs Tage wurde die Raumluftqualität ohne Wissen der Probanden täglich unterschiedlich eingestellt. Dabei wurde wie folgt vorgegangen:

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Artikelnummer: cci41441

Kommentare (2):

Das ist sensationell !
Henning Balck 18.11.2015
Vielleicht hätten die Herren vorher einmal bei Prof. Pettenkofer "Über den Luftwechsel in Wohngebäuden", München 1858 oder bei Herrn Ludwig Degen:

„Die Wissenschaft bleibt eine todte, wenn sie nicht dem allgemeinen Wohle sich dienbar macht. Insbesondere gilt dieß von den abstracten Disciplinen derselben, welche so gewaltig in das Leben eingreifen. Was nützt es z.B. dem Kranken, wenn er weiß, daß eine reine Luft zu seiner schnellen Genesung beiträgt, wenn Niemand sich die Mühe gibt, ihm diese Wohlthat zu verschaffen; was nützt es dem Staate zu wissen, er könne durch rationelle Heizeinrichtungen in Spitälern, Kasernen, Schulen, Bureaux ec. Tausende ersparen, wenn der Techniker sich dieser Frage nicht bemächtigt und prinzipiell nach dem Besten hinarbeitet?“
aus: „Der Bau der Krankenhäuser mit besonderer Berücksichtigung der Ventilation und Heizung“ Autor: Ludwig Degen, München, Joh. Lindauer Buchhandlung, 1862

nachschlagen sollen. Da hätte man sich einiges an Arbeit und Geld gespart.
Ralph Langholz 19.11.2015

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