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14. Februar 2012 Autor: Dr. Manfred Stahl
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Bedeutung und Anwendung des ODA-Werts (Außenluftqualität) in der LüKK

In Zusammenarbeit mit dem Partner Air Pollution-Info, Frechen, hat die Redaktion anhand von 31 ausgeführten Projekten eine Statistik über "reale" ODA-Werte erstellt - und hat dabei Erstaunliches herausgefunden. Zu diesen Ergebnissen hat die Redaktion drei Fachleute befragt, welche Luftfilterqualitäten sie zum Einsatz in zentralen RLT-Geräten empfehlen, wenn die ODA-Grenzwerte für Ozon, NO2, SO2 und PM10 ein wenig oder stark überschritten werden.

Update März 2019: Der nachfolgende Beitrag berücksichtigt noch die Anforderungen aus der früheren DIN EN 779 (Luftfilter) und der DIN EN 13779. Die Inhalte des Beitrags sind, auch wenn die DIN EN 13779 mittlerweile durch die DIN EN 16798 Teil 3 abgelöst wurde, weiterhin aktuell. Allerdings werden die Definitionen und Anforderungen an den ODA-Wert (Außenluftqualitäten) mit der Veröffentlichung der DIN EN 16798 Teil 1 „Eingangsparameter für das Raumklima“ (Nachfolgenorm zur DIN EN 15251) neu gefasst. Sobald die DIN EN 16798 Teil 1 veröffentlicht wird, wird die Redaktion den Beitrag überarbeiten und aktualisieren. Aktuelle Informationen zum ODA-Wert und zur Luftfitration in zentralen RLT-Anlagen enthält der Stausbericht „Gasfilter in zentralen RLT-Geräten“, den Sie hier finden.

 

Worum geht es beim ODA-Wert?

Wer auf Basis der DIN EN 13779 "Lüftung von Nichtwohngebäuden" (2007) RLT- und Klimaanlagen plant, muss sich für eine angestrebte Raumluftqualität IDA (Indoor Air) der Klasse 1 (speziell), 2 (hoch) oder 3 (mittel) entscheiden. Zusätzlich muss für den Gebäudestandort die Qualität der Außenluft ODA (Outdoor Air) als ODA 1 (sauber), ODA 2 (belastet) bis ODA 3 (stark belastet) bestimmt werden. Aus der Verknüpfung zwischen dem ODA- und dem IDA-Wert ergeben sich gemäß Tabelle A.5 im informativen Anhang der DIN EN 13779 die im RLT-Zentralgerät einzusetzenden Luftfilterklassen. Hier gilt das Motto: Je schlechter die Außenluftqualität ODA ist und je besser die Raumluftqualität IDA sein soll, umso aufwendiger muss die Außenluft gefiltert werden. In der DIN EN 13779 wird der ODA-Wert auf Basis von Vorgaben der WHO (= Weltgesundheitsorganisation) wie folgt definiert:

  • ODA 1 ist saubere Luft, die nur zeitweise staubbelastet sein darf. ODA 1 gilt, wenn die WHO-Richtlinien (1999) und alle nationalen Normen oder Vorschriften zur Qualität der Außenluft eingehalten werden. 
  • ODA 2 ist Luft mit hoher Konzentration an Staub oder Feinstaub und/oder an gasförmigen Verunreinigungen. ODA 2 gilt, wenn die Verunreinigungskonzentrationen die WHO-Richtlinien oder nationale Normen oder Vorschriften zur Qualität der Außenluft um einen Faktor bis zu 1,5 überschreiten. 
  • ODA 3 ist Luft mit sehr hoher Konzentration an gasförmigen Verunreinigungen und/oder an Staub oder Feinstaub. ODA 3 gilt, wenn die Verunreinigungskonzentrationen die WHO-Richtlinien oder nationale Normen oder Vorschriften zur Qualität der Außenluft um einen Faktor von mehr als 1,5 überschreiten.

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Artikelnummer: cci12251

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