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14. Februar 2012 Autor: Dr. Manfred Stahl
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Bedeutung und Anwendung des ODA-Werts (Außenluftqualität) in der LüKK

In Zusammenarbeit mit dem Partner Air Pollution-Info aus Frechen, der seit Herbst 2009 exklusiv die in der DIN EN 13779 "Lüftung von Nichtwohngebäuden" geforderten Berechnungen von standortspezifische Außenluftqualitäten (ODA-Wert) durchführt, hat die Redaktion erstmals anhand von 31 ausgeführten Projekten eine Statistik über "reale" ODA-Werte erstellt - und hat dabei erstaunliche Ergebnisse herausgefunden. Zu diesen Ergebnissen hat die Redaktion drei Fachleute befragt, welche Luftfilterqualitäten sie zum Einsatz in zentralen RLT-Geräten empfehlen, wenn die ODA-Grenzwerte für Ozon, NO2, SO2 und PM10 ein wenig oder stark überschritten werden.
Der Artikel wurde überprüft im November 2017.

Mehrere Aussagen in dem Beitrag basieren auf den beiden LüKK-Normen DIN EN 15251 „Eingangsparameter für das Raumklima“ und DIN EN 13779 „Lüftung von Nichtwohngebäuden“. Diese werden derzeit zur EN 16798 Teil 1 und Teil 3 überarbeitet. Sobald diese neuen Normen als Weißdrücke erschienen sind, wird der Beitrag auf mögliche neue Planungs- und Auslegungsanforderungen hin überarbeitet.

-- Bitte beachten Sie: Die Firma „Air-Pollution, Frechen“ hat uns Anfang 2014 mitgeteilt, dass sie die Berechnung von standortspezifischen Außenluftqualitäten (ODA-Wert) nicht mehr anbietet.
Die Bestellung einer ODA-Auskunft über die Webseiten der cci Dialog GmbH ist seit diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. --

Worum geht es beim ODA-Wert?

>>Der nachfolgende Beitrag berücksichtigt noch die Anforderungen aus der bisherigen DIN EN 779 (Luftfilter) und der DIN EN 13779 (Lüftung von Nichtwohngebäuden). Die Redaktion wird den Beitrag im Jahr 2018 auf die Anforderungen der neuen DIN EN ISO 16980 (Luftfilter) und der DIN EN 16798 Teil 3 (Lüftung von Nichtwohngebäuden) anpassen, sobald der nationale Anhang zur DIN EN 16798 Teil 3 mit den Festlegungen für Luftfilter als Weißdruck erschienen ist. Allerdings haben diese normativen Änderungen nur geringe Auswirkungen auf die generellen Aussagen des Beitrags, in dem es um die Konsequenzen aus den veränderten (verschärften) Anforderungen der WHO zur Festlegung der Außenluftqualitäten geht (ODA-Werte). (Manfred Stahl, 1.12.2017) <<

Wer auf Basis der DIN EN 13779 "Lüftung von Nichtwohngebäuden" (2007) RLT- und Klimaanlagen plant, muss sich für eine angestrebte Raumluftqualität IDA (Indoor Air) der Klasse 1 (speziell), 2 (hoch) oder 3 (mittel) entscheiden. Zusätzlich muss für den Gebäudestandort die Qualität der Außenluft ODA (Outdoor Air) als ODA 1 (sauber), ODA 2 (belastet) bis ODA 3 (stark belastet) bestimmt werden. Aus der Verknüpfung zwischen dem ODA- und dem IDA-Wert ergeben sich gemäß Tabelle A.5 im informativen Anhang der DIN EN 13779 die im RLT-Zentralgerät einzusetzenden Luftfilterklassen. Hier gilt das Motto: Je schlechter die Außenluftqualität ODA ist und je besser die Raumluftqualität IDA sein soll, umso aufwendiger muss die Außenluft gefiltert werden.

In der DIN EN 13779 wird der ODA-Wert auf Basis von Vorgaben der WHO (= Weltgesundheitsorganisation) wie folgt definiert:
 
ODA 1 ist saubere Luft, die nur zeitweise staubbelastet sein darf. ODA 1 gilt, wenn die WHO-Richtlinien (1999) und alle nationalen Normen oder Vorschriften zur Qualität der Außenluft eingehalten werden.
 
ODA 2 ist Luft mit hoher Konzentration an Staub oder Feinstaub und/oder an gasförmigen Verunreinigungen. ODA 2 gilt, wenn die Verunreinigungskonzentrationen die WHO-Richtlinien oder nationale Normen oder Vorschriften zur Qualität der Außenluft um einen Faktor bis zu 1,5 überschreiten.
 
ODA 3 ist Luft mit sehr hoher Konzentration an gasförmigen Verunreinigungen und/oder an Staub oder Feinstaub. ODA 3 gilt, wenn die Verunreinigungskonzentrationen die WHO-Richtlinien oder nationale Normen oder Vorschriften zur Qualität der Außenluft um einen Faktor von mehr als 1,5 überschreiten.

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Artikelnummer: cci12251

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