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31. August 2012 Autor: Dr.-Ing. Manfred Stahl
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Hitzebeanspruchung und Leistungsfähigkeit in Büroräumen bei erhöhten Außentemperaturen

In einer interdisziplinären Studie haben 20 Probanden im Alter von 36 bis 50 Jahren in einem realitätsnahen Büroraum bei Raumtemperaturen zwischen etwa 23 und 33 °C täglich an 4,3 Stunden verschiedene Bürotätigkeiten sowie Aufmerksamkeits-, Konzentrations-, Rechen-, Lese- und Textkorrekturtests ausgeführt. Dadurch sollte festgestellt werden, ob und in welchem Umfang sich die Steigerung der Raumtemperatur auf die Leistung und auf physiologische Parameter (Hauttemperatur, Hautfeuchte, Herzfrequenz) auswirkt. Zudem haben die Probanden bei den verschiedenen Raumtemperaturen auch eine persönliche Einschätzung ihres aktuellen thermischen Empfindens, ihrer Konzentrationsfähigkeit und ihrer Leistungsbereitschaft abgegeben.

Durchgesehen im August 2017.

Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen bei ansteigender Raumtemperatur signifikante Änderungen der Hauttemperatur, der Hautfeuchte und der Herzfrequenz. Dabei blieben aber alle Werte in einem physiologisch unbedenklichen Bereich. Die Trinkmenge stieg mit zunehmender Raumtemperatur um etwa 50 %. Die Aufmerksamkeit sowie das verbale und numerische Denkvermögen zeigten jedoch - entgegen den Erwartungen aus früheren, ähnlichen Studien - bei höheren Raumlufttemperaturen keine signifikanten Veränderungen. Allerdings führten die höheren Temperaturen zu einer subjektiv eingeschätzten geringeren Erholtheit der Probanden, einer verringerten Anstrengungsbereitschaft und einer als spürbar schlechter empfundenen thermischen Behaglichkeit.

Projektname
Hitzebeanspruchung und Leistungsfähigkeit in Büroräumen bei erhöhten Außentemperaturen

Auftraggeber
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin(BAuA), Dortmund. Der im Sommer 2012 veröffentlichte Abschlussbericht hat einen Umfang von 65 Seiten und steht als PDF-Download auf www.baua.de zur Verfügung.

Das Forschungsteam

Das interdisziplinäre Team bestand aus Prof. Dr. Runa T. Hellwig (Hochschule Augsburg, Fachgebiet Energie Effizienz Design und Bauklimatik), Dipl.-Ing. Iris Nöske (Fraunhofer-Institut für Bauphysik, Valley), Dr. Sabine Brasche und PD Dr. Dr. Wolfgang Bischof (Universitätsklinikum Jena, Institut für Arbeits-, Sozial-, Umweltmedizin und -hygiene) sowie Dr. Hansjürgen Gebhardt und Dipl.-Ing. Inna Levchuk (Institut für Arbeitsmedizin, Sicherheitstechnik und Ergonomie e.V. an der Bergischen Universität Wuppertal,). Fachlich begleitet wurde das Team von Dr. Kersten Bux von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin am Standort Dresden.

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Artikelnummer: cci15183

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