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27. April 2012 Autor: Ulrich Pfeiffenberger
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Raumlufthygiene: Mindest-Außenluftströme sind einzuhalten

Der Artikel wurde überprüft im April 2015.
Die Bemessung der Zu- und Abluft- sowie der Außenluftmengen gehört zu den grundlegenden Aufgabenstellungen bei der Konzeption und Planung einer RLT-Anlage. Bei jedem Bauvorhaben ist dieses Thema in Abhängigkeit von vielen Faktoren zwischen den am Projekt Beteiligten – Investor, Betreiber, Architekten, Planer und Anlagenbauer – neu zu untersuchen, zu diskutieren und zu entscheiden. Aus hygienischen Gründen und zur Abführung von CO2, Geruchs- und Schadstoffen sollten pro Nutzer mindestens 50 m³/h Außenluft in den Raum eingebracht werden. Der derzeitige Trend zu immer geringeren Außenluftraten ist verhängnisvoll. Sick-Building lässt grüßen! Im Folgenden werden die verschiedenen Gesichtspunkte für die Bemessung besonders der Außenluftmenge dargestellt.

Der physiologische Mindest-Luftbedarf des Menschen

Als Maßstab für die Beurteilung des Luftbedarfs von Personen wird die CO2-Konzentration in der Raumluft herangezogen. Die DIN EN 13779, die DIN EN 15251 und die VDI 6022 Blatt 3 (siehe Abschnitt "Normen und Richtlinien") verweisen auf die CO2-Konzentration als Bewertungsgröße für die Raumluftqualität.

Tabelle 1 gibt einen Überblick über die CO2-Eckwerte, auf deren Basis die Problematik zu betrachten ist.

CO2-Eckwerte Vol.-% CO2 ppm CO2
Pettenkofer-Zahl 0,1 1.000
Niedrige Raumluftqualität nach DIN EN 13779 0,14 1.400
Konzentration in der Außenluft  
 - in wenig belasteten Gebieten  0,035  350
 - in verkehrsreichen Gebieten und Ballungszentren  0,05  500
 Konzentration in der Ausatmungsluft  4  4.000

Tabelle 1: Eckwerte für die Bestimmung der benötigten Atemluftmenge auf der Basis der CO2-Konzentration.

Aus den Werten der Tabelle 1 sowie dem Atemvolumen des Menschen, das von der körperlichen Tätigkeit abhängig ist, lässt sich der physiologische Mindestluftbedarf des Menschen berechnen. Für drei typische Belastungszustände sind die Ergebnisse in Tabelle 2 zusammengestellt.

Körperliche Belastung Atemvolumen (m³/h) Mindestluftbedarf (m³/h)
gering (z. B. Büro, sitzend) 0,5 30
normal (z. B. gehend) 0,75 45
hoch (z. B. körperliche Arbeit) 1 60

Tabelle 2: Physiologisch erforderliche Mindest-Außenluftströme bei unterschiedlichen Tätigkeiten.

Bei Bürotätigkeit ergibt sich also eine Mindest-Außenluftmenge von 30 m³/h. Mit dieser Außenluftmenge lässt sich die Raumluft auf maximal 1.000 ppm CO2 begrenzen.

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