Schleppende Energiewende gefährdet 1,5-Grad-Ziel

Die Sanierung von Bestandsgebäuden im Rahmen von effizienter Energienutzung durch LüKK-Technik trägt ebenfalls zum 1,5 Grad Ziel bei (Abb. © New Africa/stock.adobe.com)

Im Oktober hat der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) seine Mitglieder nach den größten Herausforderungen für Deutschland gefragt. 1.500 nahmen teil. Die Antworten sind überraschend.

Im Ranking um die wichtigsten Herausforderungen für Deutschland liegt für Ingenieure der Umwelt- und Klimaschutz, gleich nach dem Zustand des Bildungswesens, auf Platz zwei. Für 83 % der Teilnehmenden hat auch die SARS-CoV-2-Pandemie nichts an der dringlichen Bedeutung des 1,5-Grad-Ziels – also dem Ziel, den globalen Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen (Klimaabkommen in Paris 2015) – geändert.
Kritik üben die befragten Ingenieure vor allem an der Bundesregierung und den Bundesländern. Sie müssten nach Einschätzung der Befragten den Klimaschutz eindeutig schneller voranbringen. Auch Städte und Gemeinden schneiden nicht viel besser ab. „Die deutliche Mehrheit ist der Meinung, dass sowohl politisch als auch privat zu wenig getan wird. Das zeigt einmal mehr, dass es eine zügige gesamtgesellschaftliche Anstrengung braucht, um das 1,5-Grad-Ziel noch zu verwirklichen“, kommentiert VDI-Präsident Dr.-Ing. Volker Kefer die Umfrageergebnisse.
Damit die 1,5-Grad-Marke nicht überschritten wird, muss in Deutschland die Energieerzeugung und -versorgung grundlegend transformiert werden. Die Energiewende gehe aber deutlich zu langsam voran, um die Klimaziele zu erreichen, sagen über drei Viertel der Ingenieure in der Umfrage.
Alle Umfrageergebnisse sowie weitere VDI-Empfehlungen zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels gibt es unter unter www.vdi.de/energie-und-umwelt.

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