Grundlagen: Vergleich von Industrie- und Sporthallenheizsystemen

Industrie- und Gewerbehallen lassen sich mit einer Reihe unterschiedlicher Heizsysteme betreiben. Die Vielzahl der Bauarten und Verwendungszwecke von Hallen macht einen Wirtschaftlichkeitsvergleich zwischen den Heizsystemen schwer. Technik und Lüftungsgewohnheiten sind stark nutzerabhängig, sodass diesbezügliche Angaben zum Heizenergiebedarf und -verbrauch stark schwanken. Die zur energetischen Bewertung anzuwendende EnEV und die DIN V 18599 betrachten Hallenheizsysteme recht undifferenziert. Speziell die Norm gilt als sperrig und weist für die Betrachtung von Hallengebäuden Schwächen auf. 
Der folgende Beitrag basiert auf einem ausführlichen Vergleich von Industriehallenheizungen von Dr. Michael Günther, Uponor, und fasst relevante Aspekte daraus zusammen.  Dr. Günther bezieht sich bei seinen Ausführungen besonders auf die GAEEH-Studie (Gesamtanalyse Energieeffizienz von Hallengebäuden) und eine Untersuchung zur Wirtschaftlichkeit verschiedener Hallenheizsysteme.

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Artikelnummer: cci16265

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Ein Kommentar zu “Grundlagen: Vergleich von Industrie- und Sporthallenheizsystemen

  1. Leserbrief zum Artikel
    Vergleich von Industrie- und Sporthallenheizsystemen

    Als Hersteller von Luftheizsystemen verfügen wir über mehr als 30 Jahre Betriebserfahrung. Bei dem Artikel fällt uns auf, dass das zum Vergleich herangezogene Luftheizsystem nicht dem Stand der Technik entspricht. Dadurch erhält man falsche Ergebnisse. Das betrifft vor allem die Anzahl der Geräte (und damit die Investition und die Montagekosten) und den Endenergieverbrauch.

    Basis unserer Anmerkung ist, dass für den Vergleich Luftheizgeräte in Wandmontage verwendet wurden. Es ist bekannt, dass solche
    • relativ geringe Luftleistungen haben und somit nur eine kleine
    Hallenfläche pro Gerät abdecken
    • die Zuluft über einen Luftdurchlass mit geringer Induktion und verhältnismässig hoher Temperatur in die Halle einblasen
    • durch die Anordnung an der Wand eine deutliche Temperaturschichtung (Stratifikation) mit entsprechendem Transmissionswärmeverlust ermöglichen

    Seit vielen Jahren bereits gibt es hochwertige Luftheizgeräte verschiedener Hersteller, die die o.g. Nachteile nicht haben. In der dem Artikel zu Grunde liegenden Studie sind folgende Punkte interessant und wichtig:

    Anordnung
    Moderne Geräte werden an der Hallendecke installiert und blasen die Zuluft vertikal nach unten in den Aufenthaltsbereich. Damit wird eine große Hallenfläche zugfrei beaufschlagt, was eine höhere Luft- und Heizleistung pro Gerät ermöglicht.

    Luftdurchlass
    Es werden Luftdurchlässe mit hoher Induktion verwendet, d. h., dem Ventilatorluftstrom wird ein Vielfaches an Raumluft zugemischt. Dies hat zwei Auswirkungen:
    ? Die Ausblastemperatur wird, bei gleicher Heizleistung, reduziert.
    ? Der Zuluftstrom wird erhöht, so dass damit wiederum eine größere Hallenfläche abgedeckt wird. Auch die Durchmischung der Luft (Mischlüftung) wird verbessert; es resultiert ein gleichmäßiges Temperaturniveau in der Halle.

    Stratifikation
    Aus den obigen Punkten ergibt sich, dass die Stratifikation in der Halle, verglichen mit Wandgeräten, erheblich geringer ist. Messungen beweisen, dass selbst bei hohen Wärmelasten Temperaturgradienten von maximal 0,2 K/m vorliegen. Damit lässt sich der im Artikel angeführte hohe Endenergiebedarf nicht aufrechterhalten; eine Reduktion bis zu 15 % ist realistisch.

    Kosten
    Verglichen mit den Gerätedaten des Artikels beheizen moderne Deckengeräte ziem-lich genau die vierfache Hallenfläche. Das bedeutet, dass – je nach Hallengeometrie – nur etwa ein Viertel der in der Studie angegebenen Geräteanzahl benötigt wird.
    Die Investitionskosten sind dadurch deutlich kleiner. Reduziert werden auch die Montagekosten sowie die Wartungs¬kosten.

    Fazit
    Moderne, dem Stand der Technik entsprechende Luftheizsysteme weisen tatsächlich geringere Kosten und einen niedrigeren Energiebedarf auf, als die in der Studie betrachteten einfachen Wandgeräte. Somit ist das Ergebnis der Studie irreführend; sie sollte daher überarbeitet werden.

    Dipl.-Ing. (FH) Peter Wimböck VDI
    Geschäftsführer Hoval GmbH

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