Wärmepumpen-Industrie setzt auf Propan-Kältekreis

Am Fraunhofer ISE entwickelte Wärmepumpe mit dem Kältemittel Propan für eine Aufstellung innerhalb des Hauses. (Abb. © Fraunhofer ISE)

In einem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsvorhaben erproben Wärmepumpenhersteller und Zulieferer unterschiedliche Komponenten für einen standardisierten und kältemittelreduzierten Kältekreis für Wärmepumpen mit dem Kältemittel Propan (R290).

Die Entwicklungsarbeiten im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderten Forschungsvorhaben „LC150 Entwicklung eines kältemittelreduzierten Wärmepumpenmoduls mit Propan“ werden durch ein Industriekonsortium europäischer Wärmepumpen-Hersteller finanziell unterstützt und fachlich begleitet. Die gemeinsame Entwicklungsplattform soll den beteiligten Firmen ein erhebliches Kostensenkungspotenzial eröffnen und die industrielle Entwicklung von Wärmepumpen für Wohngebäude beschleunigen. Bisher entwickelt jeder eigene Kältekreise für unterschiedliche Kältemittel und Leistungsklassen. Das LC150-Projekt geht nun neue Wege – mit einer gemeinsamen Plattformentwicklung, die durch höhere Stückzahlen und eine automatisierte Produktion eine deutliche Kostensenkung ermöglicht. Durchgeführt wird das Projekt am Fraunhofer ISE, wobei ein Industriebeirat die Aufgabenstellung und den Arbeitsplan mitdiskutiert und damit die Praxisnähe sicherstellt. Folgende Firmen beabsichtigen, sich inhaltlich an dem Projekt und der Finanzierung zu beteiligen und am Beirat teilzunehmen: Vaillant, Kermi, Bosch Thermotechnik, Viessmann Werke, BDR Thermea und ait-deutschland. Der Einstieg weiterer Partner in das Konsortium ist bis Ende 2020 möglich und erwünscht. Interessenten können sich an das Fraunhofer_ISE wenden.

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