„Was ist eigentlich eine Umwelt-Produktdeklaration (EPD)?“

Konsequent ökologische Gebäude sind eine Wunschvorstellung. Dabei geht es um den optimierten Einsatz von Energie, um Wohngesundheit und Nachhaltigkeit, um ein lebenswertes Umfeld, um einen verantwortlichen, schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Die Realität ist davon jedoch noch weit entfernt.

Anzeige

Nach wie vor ist es mit enormem Aufwand verbunden, alle Bestandteile eines Gebäudes mit ökologisch optimierten Baustoffen und Produkten zu realisieren. Denn weder die Planer noch die Verarbeiter können die Umwelteigenschaften der zu verwendenden Produkte in ihrer Gesamtheit beurteilen. Aus dieser Erkenntnis heraus wurden produktbezogene Umweltdeklarationen (Environmental Product Declaration – EPD) entwickelt. Mit Hilfe der EPDs kann seit 2005 die ökologischen Qualität von Baustoffen leichter bewertet und verglichen werden, was die Grundvoraussetzung ist, um aussagefähige Ökobilanzen (von der Ressourcenentnahme bis zur Deponierung oder Wiederverwendung) für komplette Gebäude erstellen zu können. Diese EPD werden nach der DIN EN ISO 14025 „Umweltkennzeichnungen und -deklarationen – Typ III Umweltdeklarationen – Grundsätze und Verfahren“ (Oktober 2011) erstellt. Eine EPD-Verifizierung des Typ III stellt eine unabhängige Verifizierung der Umweltverträglichkeit eines Produkts, zum Beispiel einer Wasserkühlmaschine, dar. Sie befasst sich mit der Lebenszyklusbewertung des Produkts sowie mit anderen für das Umweltprofil des Produkts relevanten Informationen. Darüber hinaus geht die ISO 21930 „Hochbau – Nachhaltiges Bauen – Umweltdeklaration von Bauprodukten“ auf die Deklaration von Bauprodukten ein.

Zusätzlich zu den Normen, nach denen jede EPD erstellt und geprüft wird, gibt es die Produkt-Kategorieregeln (Product Category Rules – PCR). Sie sorgen für eine einheitliche und sinnvolle Berechnung und Beschreibung der Produktinformationen in den EPDs. Über das Deklarationsprogramm des IBU wacht ein unabhängiger Sachverständigenrat, der jedes einzelne PCR-Dokument frei gibt.
Der Bund verfügt mit dem BNB-System (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen) über ein eigenes Zertifizierungssystem und benötigt regelmäßig die EPD-Daten für eigene Bauprojekte. Als Betreiber der öffentlichen Baustoffdatenbank ÖKOBAUDAT hat das BBSR (Bundesinstitut für Bau- Stadt und Raumforschung) eine Schnittstelle geschaffen, damit die Daten vom IBU in die ÖKOBAUDAT übertragen werden können und so Anwendern für Gebäudezertifizierungssysteme, wie BNB, DGNB oder LEED, zur Verfügung stehen.

(weiter auf Seite 2)

Artikelnummer: cci39562

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

CCI-MITGLIEDSCHAFT

Lesen Sie weiter mit einer Mitgliedschaft in cci Wissensportal (inklusive cci Zeitung)

  • 24/7 jederzeit präzises und einfaches Auffinden von Fachinformationen online in cci Wissensportal
  • 14 Mal im Jahr schnell und umfassend informiert mit cci Zeitung
  • Im Inland zusammen für 245,70 Euro /Jahr zzgl. MwSt.

Zugang zu cci Wissenportal kaufen Testen ohne Risiko: Die Schnupper-Mitgliedschaft in cci Wissensportal endet nach 3 Monaten

Schreibe einen Kommentar