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11. Oktober 2019 Autor: Sabine Andresen

Aus dem Inhalt

  • Smart Home: Studien zu Verkaufs- und Nutzungszahlen und Verbesserungspotenzialen
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Studie 1
Wohngebäude werden immer mehr mit smarten Geräten ausgerüstet. 2018 wurden nach Aussagen einer Studie von IHS Markit weltweit Smart-Home-Produkte im Wert von 41 Mrd. US-$ verkauft. Die Studienersteller erwarten aber noch mehr Wachstum: Demnach soll der Weltmarkt bis 2023 auf nahezu das Fünffache - 192 Mrd. US-$ - anwachsen.
Die am meisten verkauften Produkte sind Licht, Lautsprecher und Haushaltsgeräte.
Dabei führen die USA den Weltmarkt mit 35 % Marktanteil an, gefolgt von China mit 18 %.
Mehr als ein Drittel (38 %) aller US-Haushalte verfügen demnach mindestens über ein smartes Gerät.

Studie 2

Eine Studie der Marktforscher von BauInfoConsult, Düsseldorf, hat Verbesserungspotenzial bei Smart Home hervorgebracht. Der Smart Home-Trend ist mittlerweile aus der Nische getreten. Von einem Massenphänomen kann aber längst noch nicht die Rede sein, wie eine Studie von BauInfoConsult zeigt: Immerhin planen die befragten Architekten bereits in jedem zehnten Projekt smarte Komponenten fest mit ein. Allerdings gibt es aus Sicht der Planer noch einige ungelöste Probleme, die einer weiteren Verbreitung von Smart Home noch im Weg stehen. Ganz vorne weg sehen die Architekten dabei die Frage rund um den Datenschutz bei Smart-Home-Komponenten (33 %). Dies kommt nicht von ungefähr, denn schließlich ist der Datenschutz eines der zentralen Themen, wenn es um den Datenaustausch geht – ohne den smarte Systeme ja bekanntermaßen nicht smart wären. Dazu kommt, dass das Thema Datenschutz laut weiteren Studienergebnissen auch für die Bauherren von zentraler Bedeutung ist. Die befragten 150 Architekten sind jedenfalls außerdem mehrheitlich der Meinung, dass die Hersteller beim Datenschutz noch einiges zum Nachbessern haben.
Zusätzlich drückt der Schuh bei Smart Home-Lösungen – wenn auch nicht so arg – bei der einfachen Bedienbarkeit (14 %) und bei der Preisgestaltung (11 %).
Das sind Ergebnisse der Bautrendstudie „Jahresanalyse“ von BauInfoConsult. Info unter info@bauinfoconsult.de.

Architekten: In welchen Bereichen sehen Sie beim Thema Smart Home Verbesserungspotenziale? (spontan, Mehrfachantworten in %, n=150 befragte Architekten) (Abb. BauInfoConsult)Architekten: In welchen Bereichen sehen Sie beim Thema Smart Home Verbesserungspotenziale? (spontan, Mehrfachantworten in %, n=150 befragte Architekten) (Abb. BauInfoConsult)
Studie 3

6 Millionen der rund 65 Millionen Internetnutzer in Deutschland haben im ersten Quartal 2019 Smart-Home-Technologie genutzt. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Internationalen Funkausstellung vom 6. bis 11. September in Berlin anhand erster Ergebnisse der Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten 2019 mit. Das entspricht etwa 9 % der Internetnutzer im 1. Quartal 2019.

Studie 4
Wie Endverbraucher in Deutschland im Netz über das Thema Smart Home denken, hat jüngst Vico Research & Consulting untersucht. Das Unternehmen hat 8.830 Web-Beiträge zum Thema Smart Home analysiert. Dabei steht die Kosten-Nutzen-Frage von Smart-Home-Produkten unter den deutschen Usern im Mittelpunkt. Rund 64 % aller analysierten, wertenden Beiträge waren negativ. Als Top-Argument für Kritiker diente der Anschaffungsaufwand und die potenziellen technischen Probleme. Aktuell sehen viele Anwender in besagter Technik lediglich “eine nette Spielerei”.
36 % der Nutzer sehen die Entwicklungen innerhalb der Smart-Home-Technik positiv als Erleichterung der täglichen Routine. Auch das Thema Energieeffizienz findet in den positiven Beiträgen statt: beispielsweise, wenn die Heizung und Klimaanlage von unterwegs überwacht und gesteuert werden kann.

Definition: Smarte Produkte, smarte Wohn- oder Nichtwohngebäude

Wie ist "smart" eigentlich genau definiert, und was sind die Unterschiede zwischen smarten Produkten, Smart Home und Smart Building?

Smarte Produkte und Smart Home: Ganz allgemein ist ein smartes Produkt ein technisches Gerät, das durch die Einbettung von Informationstechniken über Fähigkeiten verfügt, die über seine ursprüngliche Bestimmung hinausgehen. Die erweiterten Fähigkeiten solcher Geräte bestehen darin, Daten zu erfassen, zu verarbeiten und zu speichern und mit ihrer Umgebung zu interagieren.
Smarte Produkte sind Basis eines Smart Homes. Smart Home dient als Oberbegriff für technische Verfahren und Systeme in Wohnräumen und -häusern, in deren Mittelpunkt eine Erhöhung von Wohn- und Lebensqualität, Sicherheit und effizienter Energienutzung auf Basis vernetzter und fernsteuerbarer Geräte und Installationen sowie automatisierbarer Abläufe steht. Mittels Smart-Home-Technologie werden mit dem Internet verbundene und zum Teil auch untereinander vernetzte Haushaltsgeräte und -systeme (per App oder Sprachassistenten) gesteuert. Dabei besitzt das Smart Home eine eigene Programmierschnittstelle, die gegebenenfalls auch via Internet angesprochen und über Anwendungssoftware und Apps gesteuert werden kann.

Wie kann man nun smarte Nichtwohngebäude definieren? Im Gegensatz zu Smart Home gibt es smarte Zweckgebäude schon viel länger, als der Begriff "smart" mit Gebäuden in Verbindung gebracht wird, und das Verständnis von "smart" ist hier etwas anders gelagert als bei Smart Homes. Diese Gebäude werden eigentlich eher als "intelligent" bezeichnet: Intelligente Gebäude passen sich sowohl der Umgebung als auch den Anforderungen der Nutzer dynamisch an. Eine wichtige Rolle spielt hier die Gebäudeautomation, die von Anfang an gewerkeübergreifend geplant werden sollte. Dann bieten Gebäude Komfort, einen höheren wirtschaftlichen Nutzen und ökologische Vorteile. "Nutzer eines Gebäudes müssen nichts weiter tun, als sich natürlich zu verhalten. Die im Gebäude verbaute Technik samt dazugehöriger Logik versucht, jedem das zu geben, was er braucht. Optimale Temperatur, frische Luft, optimale Beleuchtung, Zugang zu Räumen, Sonnenschutz, Vernetzung mit Menschen, Informationen und vieles mehr. Natürlich bedarf es auch einer Schnittstelle, falls die Vorstellungen des Nutzers von optimal einmal von denen des Gebäudes differieren. In einem wirklich smarten Gebäude sollte das allerdings selten vorkommen", ist in einem Blogbeitrag der Dial GmbH, Lüdenscheid, zu lesen.

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Artikelnummer: cci80402

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