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13. September 2019 Autor: Manpower/Editiert von Sabine Andresen
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Manpower-Studie "Arbeitsmarktbarometer"

Die ManpowerGroup veröffentlicht das "Arbeitsmarktbarometer"quartalsweise. Dafür werden etwa 60.000 Arbeitgeber in 44 Ländern zu ihren Einstellungs- und Entlassungsplänen im jeweils kommenden Quartal befragt. Im September geht es um das 4. Quartal, das mit dem bisherigen Jahr 2019 verglichen wird.

Überblick

Nach einem deutlichen Dämpfer im Vorquartal bleibt die Einstellungsbereitschaft der Arbeitgeber in Deutschland verhalten. Der saisonbereinigte Beschäftigungsausblick für das vierte Quartal 2019 ist mit +6 % relativ stabil. Nach dem Rückgang um vier Prozentpunkte im Vorquartal ergibt sich nun ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber dem dritten Quartal 2019. Gegenüber den Quartalszahlen von vor einem Jahr zeigt sich ein Minus von drei Prozentpunkten. Dies sind Ergebnisse des aktuellen ManpowerGroup-"Arbeitsmarktbarometers", für das 1.001 Arbeitgeber in Deutschland befragt wurden. "Im zweiten Quartal ist die Wirtschaft in Deutschland leicht geschrumpft und internationale Handelskonflikte belasten die Konjunktur. Dies zeigt sich auch in den zurückhaltenden Beschäftigungsabsichten der deutschen Unternehmen. Viele Arbeitgeber agieren zur Zeit vorsichtiger und halten ihre Belegschaft stabil. Das bedeutet weniger Entlassungen, aber Zurückhaltung bei Einstellungen", sagt Frits Scholte, Vorsitzender der Geschäftsführung. "Das Arbeitsmarktbarometer zeigt auch, dass die öffentliche Hand und soziale Einrichtungen weiter Pflegekräfte und Kita-Erzieher einstellen wollen. Die Bauwirtschaft plant selbst für den Winter Einstellungen."
11 % der Unternehmen beabsichtigen im vierten Quartal, Mitarbeiter einzustellen. Im Vorquartal waren es nur 8 %, vor einem Jahr aber 14 %. 85 % der Arbeitgeber erwarten von Oktober bis Dezember keine Veränderungen bei der Belegschaft, lediglich 3 % wollen Personal abbauen. "Die andauernde Zurückhaltung beim Recruiting ist der unsicheren Konjunktur geschuldet", sagt Scholte. Die Anzeichen für eine bevorstehende wirtschaftliche Talfahrt verdichten sich: Die Handelskonflikte zwischen den USA und China, aber auch mit Europa hinterlassen Spuren.
Die Experten des Internationalen Währungsfonds haben in diesem Jahr bereits dreimal ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft nach unten revidiert. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im zweiten Quartal leicht gesunken. Für das Gesamtjahr rechnet die Bundesregierung noch mit einem Plus von 0,5 % - nachdem das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 1,4 % gestiegen war. Der Ifo-Geschäftsklima-Index fiel im dritten Quartal stark ab.

Großunternehmen stellen weiter ein - aber in geringerem Umfang
"Die weltwirtschaftliche Großwetterlage bekommen zuerst die international aktiven Konzerne zu spüren", sagt Frits Scholte. Zwar planen 29 % der großen Unternehmen laut Arbeitsmarktbarometer Einstellungen, 3 % wollen eher abbauen und 68 % stabil halten. Der Beschäftigungsausblick von +21 % für das vierte Quartal 2019 bedeutet aber ein Minus um acht Prozentpunkte zum dritten Quartal und im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres um 20 Prozentpunkte. Es ist der schwächste Ausblick seit mehr als zwei Jahren. Mittlere und kleine Unternehmen revidieren ihre Beschäftigungsprognose im Vergleich zum Vorjahr weniger stark nach unten. Kleinbetriebe mit unter 50 Mitarbeitern (+ 10 %) und mittelgroße Unternehmen (+18 %) berichten stabile Beschäftigungsaussichten im Vergleich zum Vorquartal. Im Jahresvergleich verlieren sie zwei beziehungsweise sieben Prozentpunkte.

Ein ausführliches PDF der Studie steht unter "Anhänge" zur Verfügung. Außerdem unter "Anhänge": die Studienergebnisse kompakt als Infografik.

 

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