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31. Oktober 2019

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Neuer Heizspiegel für Deutschland 2018

Der neue "Heizspiegel für Deutschland 2018" wurde am 30. Oktober 2019 von der Beratungsgesellschaft co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund veröffentlicht.

700 € – so hoch waren die durchschnittlichen Heizkosten in einer 70 m² großen Vergleichswohnung im vergangenen Jahr. Vor allem aufgrund des Sanierungsstandes gibt es jedoch große Unterschiede. Während Bewohner in energetisch guten Häusern im Schnitt 470 € zahlten, war es in energetisch schlechteren Häusern mehr als doppelt so viel: 980 €. Das zeigt der Heizspiegel für Deutschland 2019.
Verbraucher können auf www.heizspiegel.de und www.mieterbund.de kostenlos und mit geringem Aufwand prüfen, wo sie mit ihren Heizkosten im Vergleich zu ähnlichen Haushalten stehen.

Heizen mit Heizöl 2018 nochmal teurer
Heizöl ist der einzige Energieträger, bei dem die Preise im vergangenen Kalenderjahr deutlich gestiegen sind. In der 70 m² großen Vergleichswohnung mit Heizöl-Zentralheizung zahlten Bewohner im Schnitt 845 Euro. Das sind 95 Euro mehr als im Jahr davor – ein Anstieg von mehr als 10 %. Ein Grund mehr für Verbraucher, die Ölheizung zu tauschen und auf klimafreundlichere Alternativen zu setzen. Die durchschnittlichen Kosten in der Vergleichswohnung mit Erdgas-Zentralheizung sanken auf 700 € (minus 50 €). Bei Fernwärme waren es 860 € (minus 35 €). Dies lag vor allem daran, dass die Temperaturen 2018 deutlich milder waren als im Jahr davor. In Häusern mit Wärmepumpe wurden 685 € gezahlt (erstmals berücksichtigt).

Prognose 2019: Heizkosten steigen
Trotz leicht sinkender Heizöl-Preise werden die Heizkosten von ölbeheizten Häusern in diesem Jahr voraussichtlich auf dem hohen Niveau von 2018 bleiben. Grund dafür ist die etwas kältere Witterung. Bei allen anderen Heizungsarten müssen Verbraucher dagegen mit etwas höheren Kosten als 2018 rechnen: In Häusern mit Erdgasheizung dürften die Heizkosten um rund 5 € steigen, bei Fernwärme um 6 €, bei Wärmepumpen um 3 %.

Sanierungsstand: wichtigster Faktor für Heizkosten und Klimaschutz
„Wenn es um Heizkosten geht, schauen viele nur auf die Entwicklung der Energiepreise und auf das Wetter. Dabei ist der Sanierungsstand eines Hauses der entscheidende Faktor für Heizkosten und den Klimaschutz“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „In einem energetisch schlechteren Haus sind die Heizkosten im Schnitt mehr als doppelt so hoch wie in einem energetisch guten Haus.“

Auch die CO2-Emissionen sind in sanierten Gebäuden deutlich geringer. In einem energetisch sanierten Mehrfamilienhaus mit Erdgas-Zentralheizung entstehen in einer 70-m²-Wohnung pro Jahr etwa 1,5 t klimaschädliches CO2 durchs Heizen. In einem energetisch schlechteren Gebäude sind es im Schnitt 3,8 t.

Mieterbund: Mieter können eigenes Einsparpotenzial nutzen
Mieter haben zwar wenig Einfluss auf den Sanierungsstand eines Hauses, dennoch können sie in vielen Fällen ihre Heizkosten senken. Darauf weist Mieterbund-Präsident Lukas Siebenkotten hin: „Für Mieter wird es immer wichtiger, den Heizenergieverbrauch ihres Hauses richtig einzuschätzen und durch cleveres Heizen ihr eigenes Sparpotenzial zu erkennen und zu nutzen. Der Heizspiegel hilft dabei. Mit ihm finden Mieter online genau heraus, wie viel sie in der eigenen Wohnung sparen können – und wie das geht.“

Rechner für Heizkosten und Tipps zum Sparen
Mit einem kostenlosen Heizkostenrechner erfahren Mieter und Eigentümer auf www.heizspiegel.de, wie ihre Wohnung oder ihr Haus bei Heizkosten und Heizenergieverbrauch abschneidet. Außerdem finden sie dort zahlreiche Tipps zum Senken ihrer Heizkosten.
 

Mehr dazu auf den Seiten 2 und 3

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Artikelnummer: cci80967

Kommentare (1):

Was nützt die Sanierung von alten Gebäuden, wenn die Öko-verblendeten Nachbarn ihre Heizung nur 4 Stunden am Tag betreiben und den Rest des Tages die Energie aus meiner Wohnung nutzen.
In meiner Wohnung heizen die Nachbarn über mir so gut wie gar nicht udn die Nachbarn unter mir sparen auch CO2. Mir bleibt nicht anderes übrig als diese verminderte Lebensqualität seit vielen Jahren hinzunehmen. Wenn ich die Nachbarn daraufhin anspreche ist Funkstille und ich bin ein ganz schlechter Nachbar, mit dem man nicht mehr reden will. Diese Schwachsinn wird auch noch von Energieberatern empfohlen ...
Anton Tienes 04.11.2019

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