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6. Oktober 2017 Autor: Dr.-Ing. Manfred Stahl

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IBP-Untersuchung entlarvt erhebliche Mängel bei der Wärmepumpen-Effizienz

Derzeit werden 37 bundesweite Modellprojekte des Förderprogramms „Modellprojekte im Effizienzhaus Plus Standard“ des Bundesbauministeriums (BMUB) messtechnisch evaluiert und im Rahmen eines wissenschaftlichen Begleitprogramms durch das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) ausgewertet. Die Gebäude sind überwiegend kompakt ausgebildet, energetisch optimiert und unterschreiten die Anforderung an den baulichen Wärmeschutz des EnEV-Referenzgebäudes im Mittel um etwa 40 %. Zur Deckung des Nutzwärmebedarfs werden vorzugsweise elektrisch angetriebene Wärmepumpen als Wärmeerzeuger eingesetzt. Von den 32 Wärmepumpen nutzen 13 die Wärmequelle Erdreich, 12 Luft und 7 Wasser. Die Heizleistungen betragen 1,5 bis 20 kW in Einfamilienhäusern und 7 bis 120 kW in Mehrfamilienhäusern.

Was wurde ausgewertet?

Für 16 Anlagen konnten nach der zweijährigen Monitoringphase deren tatsächliche mittlere Jahresarbeitszahl (JAZ) im praktischen Betrieb bestimmt werden. Die JAZ ergibt sich aus dem Verhältnis der insgesamt abgegebenen Nutzwärme (in kWhth) im Verhältnis zur insgesamt eingesetzten elektrischen Energie (in kWhel), wobei auch die Leistung eines möglicherweise installierten elektrischen Heizstabs berücksichtigt wurde.

Was sind die Resultate?

Insgesamt sind die Resultate des Wärmepumpen-Monitorings ernüchternd bis eher schlecht, wie die Ergebnisse in der Abbildung zeigen.

Die Ergebnisse des zweijährigen Wärmepumpen-Monitorings: Praktische Jahresarbeitszahl für Bilanzraum 2 (Abb. IBP)Die Ergebnisse des zweijährigen Wärmepumpen-Monitorings: Praktische Jahresarbeitszahl für Bilanzraum 2 (Abb. IBP)

  • Die JAZ der Luft-Wärmepumpen liegen zwischen etwa 1,9 und 3,3 mit einem Durchschnittswert bei 2,6.
  • Spürbar besser sind die JAZ der Erdreich-Wärmepumpen mit einem Mittelwert von 3,2 (Streubreite 2,0 bis 4,6).
  • Bei den Wasser-Wärmepumpen schwankt die JAZ zwischen 2,7 und 4,4 mit einem Mittelwert bei 3,2.

"Die Arbeitszahlen überwiegend aller Wärmepumpen lieferten im Jahresmittel noch nicht die erwarteten Größen", so lautet das Urteil des IBP und verweist auf verschiedene Ursachen für dieses unbefriedigende Ergebnis.

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