5. April 2019 Autor: Johanna Wucherpfennig/Editiert von Sabine Andresen

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"Smarte" Marktthemen erschließen: Beispiel Caravan

Der folgende Beitrag ist kein klassischer Artikel in der Rubrik "Markt". Dennoch steht er hier. Warum? Es geht darum, über den Tellerrand zu schauen und ein Marktthema weiter zu denken. "Smart" ist inzwischen ein riesiges Wirtschaftsthema geworden - man denke an Smart Home und an alles, was inzwischen smart steuerbar ist. Der Beitrag zeigt, dass längst nicht alle Bereiche des Lebens "smartisiert" sind. Der Wirtschaftszweig ist noch ausbaufähig.

Überblick
In ihrer Bachelorarbeit hat sich Johanna Wucherpfennig (Institut für Gebäudetechnologie, Ottobrunn) dem Thema "Smart Caravan. Analyse der Akzeptanz von SmartHome-Technologien im Reisemobil anhand einer Nutzerbefragung zur Entwicklung eines Kunden-Konfigurationsplaners" gewidmet.
Sie hat mögliche Anforderungen an einen „Smart Caravan“ zusammengestellt und über mehrere Umfragen durchgeführt – teils online und teils persönlich auf Campingplätzen. Daraus resultierten Empfehlungen für die Grundausstattung sowie optionale Extras je nach Größe und Art des Reisemobils.
Die Argumentation: Da der Bereich Smart Home in der breiten Gesellschaft immer mehr ankommt, bietet sich ein Technologietransfer von Gebäudeautomation auch zum Reisemobil an. Für die Generation, die mit „smarten“ Technologien aufgewachsen ist und diese selbstverständlich im Alltag nutzt, könnte dies eine attraktive Anregung zum Nutzen eines Freizeit-Fahrzeugs darstellen. Aber auch für die ältere Generation wäre es eine Erleichterung, im Urlaubsalltag ihr Reisemobil auch im höheren Alter noch nutzen zu können. Vergleichbar ist hier die Nutzung von Elektrofahrrädern, die ebenfalls einen komfortableren Nutzen darstellen und auch mit körperlicher Einschränkung einen weiteren Gebrauch ermöglichen.

Aufgabenstellung

Es galt herauszufinden welche unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedene Nutzergruppen haben. Deshalb wurden in einer Umfrage verschiedene Features abgefragt, die in einem smarten Caravan verbaut werden könnten. Hierbei wurde bewusst nicht auf die technische Umsetzung eingegangen. Der Endverbraucher soll unabhängig von der technischen Problemstellung entscheiden können, was er für sein Wohlbefinden benötigt oder als sinnvoll erachtet.
Durch die Umfrage konnte eine Bewertung der jeweils für die Teilnehmer wichtigsten Aspekte für kategorisierte Fahrzeugklassen gemacht werden. Mit dieser Bewertung wurden im Anschluss verschiedene Konfigurationsplaner für die verschiedenen Fahrzeugklassen erstellt. Diese können als Leitfaden für ein Kundengespräch dienen, wodurch sichergestellt wird, dass im Verkaufsgespräch keine Details vergessen werden. Ebenso soll dadurch eine fachmännische Beratung für die Kunden ermöglicht werden.

Durchführung und Ergebnisse

Bereits zur Umfrage wurden mehrere Fahrzeugklassen unterschieden. Hintergrund: Die typischen Nutzer einer Fahrzeugklasse können sich im Alter und in den Ansprüchen stark unterscheiden.
Zu jeder Fahrzeugklasse wurde dann eine Reihe von technischen möglichen Features vorgeschlagen und in Bezug auf Akzeptanz untersucht. Basierend auf den Auswertungen ergab sich für jede Fahrzeugklasse und Kategorie eine Auswertung.
Ein technisches Features einer Kategorie wird als „Serie“ bezeichnet, wenn es so sinnvoll erscheint, dass es bereits in die Grundausstattung der betreffenden Fahrzeugklasse aufgenommen werden sollte. Um als „Serie“ bezeichnet zu werden, mussten mindestens 50 % der Befragten das Feature als „unbedingt“ gewünscht und weniger als 20 % der Befragten das Feature als „irrelevant“ ausgewählt haben. Mit „Miniplaner“, „optional“ und „irrelevant“ wurden die anderen Features in absteigender Akzeptanz bezeichnet. Dabei sind die Features „Miniplaner“ zumindest die, die zu einem Verkaufs-/Beratungsprozesses im Rahmen eines kleinen Konfigurationsplaners angeboten werden.

Die Abschlusspräsentation (PDF) von Johanna Wucherpfennig befindet sich unter "Anhänge".
 

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