20. Oktober 2015 Autor: Rolf Grupp

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  • Tore nur noch für Zuluft - Musterindustriebaurichtlinie (M-IndBauRL)
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Tore nur noch für Zuluft - Musterindustriebaurichtlinie (M-IndBauRL)

Laut Musterindustriebaurichtlinie (M-IndBauRL) dürfen Tore nicht als Rauchableitungsöffnungen benutzt werden.

 Möglichkeiten für die Entrauchung nach M-IndBauRL in Räumen und Ebenen Möglichkeiten für die Entrauchung nach M-IndBauRL in Räumen und Ebenen
Betreiber von Produktions- und Lagerhallen sind verpflichtet, die Feuerwehr beim Löschangriff zu unterstützen. Hierzu müssen Rauchabzugsanlagen oder Öffnungen zur Rauchableitungen installiert werden. In der novellierten Fassung der M-IndBauRL von 2014 ist erstmals definiert, auf welcher Höhe Rauchableitungsöffnungen installiert werden müssen – im oberen Drittel der Außenwand oder im Dach des Gebäudes. Damit schließt der Gesetzgeber eine baurechtliche Lücke, mit der bisher auch Türen und Tore als bodennahe Rauchableitungsöffnungen geltend gemacht werden durften.
Bereits die alte Fassung der M-IndBauRL verpflichtete die Betreiber von Produktions- und Lagerräumen dazu, Rauchgase über Wand- oder Deckenöffnungen ins Freie zu leiten. Die Lage dieser Öffnungen wurde in der damaligen Richtlinie aber nicht weiter spezifiziert, weswegen auch bodennahe Rauchableitungsöffnungen formal erlaubt waren. Das Problem: Beim Verbrennungsprozess wirkt der thermische Auftrieb, eine bodennahe Entrauchung ist fast unmöglich. Für eine effektive Entrauchung sollten die Abzugsöffnungen deshalb immer im oberen Bereich eines Raums installiert werden. Dieser Tatsache wird die neue M-IndBauRL gerecht. Türen und Tore können nur als Nachströmöffnung genutzt werden. Diese Zuluftfläche wird jetzt auch gefordert. Betreiber von Industriegebäuden sollten vorsichtshalber ihr Brandschutzkonzept überprüfen und gegebenenfalls an die neue Richtlinie anpassen. Trotzdem handelt es sich bei den Vorgaben der M-IndBauRL lediglich um Mindeststandards. Treten bei einem Gebäude Abweichungen vom Baurecht auf oder sollen zusätzliche Schutzziele erreicht werden, sind in der Regel weitere qualifizierte Maßnahmen, wie natürliche oder maschinelle Rauchabzugsanlagen gemäß DIN 18232, notwendig.

Zwei Möglichkeiten zur Rauchableitung. Links: Unqualifizierte Rauchableitungsöffnungen, rechts qualifizierte Rauchabzugsgeräte (beide Abbildung: Fachverband Tageslicht und Rauchschutz - FVLR, Detmold)Zwei Möglichkeiten zur Rauchableitung. Links: Unqualifizierte Rauchableitungsöffnungen, rechts qualifizierte Rauchabzugsgeräte (beide Abb. Fachverband Tageslicht und Rauchschutz - FVLR)

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