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27. Mai 2012 Autor: Dr.-Ing. Manfred Stahl
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Das Regenerative-Kälte-Gesetz: Das neue EEWärmeG ist seit dem 1. Mai 2012 in Kraft

Am 24. Februar 2012 hat der Bundestag das erstmals Anfang 2009 erschienene „Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich“ – kurz EEWärmeG – in einer überarbeiteten Fassung veröffentlicht. Das verschärfte Gesetz gilt seit dem 1. Mai für neu zu errichtende Wohn- und Nichtwohngebäude und stellt für Bauherren, Fachplaner und Anlagenbauer besonders im Bereich der Kälte-, Klima- und Raumkühltechnik neue Anforderungen. Diese sind jedoch im Gesetzestext oft nur sehr vage formuliert. Unter "Mehr zum Thema" finden Sie den Gesetzestext.

Einführung

Die wichtigste Neuheit im aktualisierten Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) betrifft die nun zwingend notwendige gesamtheitliche Bilanzierung von Wärme- und Kälteleistungen, mit der neu zu errichtende Wohn- und Nichtwohngebäude beheizt und gekühlt werden. Dabei berücksichtigt das EEWärmeG aber ausschließlich Klimakälte zur Kühlung von Räumen: also zum Beispiel Kälte zur Zuluft- und Umluftkühlung oder zum Betrieb von Kühlflächen, Kühlbalken und Raumklimageräten. Anlagen zur Kälteerzeugung für andere Anwendungen, zum Beispiel für Kälteanlagen in Supermärkten und in Lebensmittelläden zur Versorgung von Kühltheken, Prozess- und Industriekälteanlagen, werden vom EEWärmeG nicht erfasst.

Für Neubauten schreibt das EEWärmeG vor, dass in Abhängigkeit von der Art und der Systemtechnik zur Erzeugung und -bereitstellung von Wärme und Kälte bestimmte Anteile an regenerativen Energien an der Gesamtleistung einbezogen werden müssen. Werden diese Anforderungen nicht erfüllt, müssen sie durch so genannte Ersatzmaßnahmen kompensiert werden.

Insgesamt umfasst das EEWärmeG 36 Seiten mit vier Teilen und 20 Paragraphen sowie einen umfangreichen Anhang, in dem besonders die Anforderungen an die verschiedenen regenerativen Energien und an die Ersatzmaßnahmen spezifiziert werden. Nachfolgend werden die Inhalte der jeweiligen Paragraphen kurz dargestellt.

Anmerkung der Redaktion
cci Zeitung hat bereits mehrere Beiträge zum EEWärmeG und zu den vielen damit einhergehenden offenen Fragen zu dessen Umsetzung besonders in Nichtwohngebäuden veröffentlicht. Diese Fragen wurden auch im nun erschienenen neuen EEWärmeG nicht beantwortet. Während die Anforderungen zu regenerativen Anteilen zur Beheizung und Kühlung von neuen Wohngebäuden recht präzise sind (aber hier gibt es ja auch kaum Systeme zur Kühlung!), bleibt eine „gesetzmäßige Umsetzung“ des EEWärmeG zum Beispiel in zu kühlenden neuen Bürogebäuden weiterhin unscharf und diffus. So müssen Fachplaner viele Forderungen des EEWärmeG für ihr Projekt individuell interpretieren und versuchen, sich einen bestmöglichen Weg durch den Paragraphendschungel zu bahnen.

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