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10. Juli 2020 Autor: Patrick Günther

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Technische Details und Beschreibung

Kiefel Packaging hat eine 2100 m² große Produktionshalle mit Smart Hall Cooling errichtet. Für eine deutlich verbesserte Raumluftqualität sorgt die zugfrei gekühlte Frischluft, die durch den grauen Textilschlauch oberhalb der Maschine eingeblasen wird. (Abb. © Infranorm)Kiefel Packaging hat eine 2100 m² große Produktionshalle mit Smart Hall Cooling errichtet. Für eine deutlich verbesserte Raumluftqualität sorgt die zugfrei gekühlte Frischluft, die durch den grauen Textilschlauch oberhalb der Maschine eingeblasen wird. (Abb. © Infranorm) Die in Micheldorf ansässige Kiefel Packaging GmbH, Technologieexperte für Verpackungslösungen, gehört zu den Weltmarktführern in der Konzeption und Herstellung von Maschinen und Werkzeugen für die Verarbeitung von Kunststoffen.

Im Zuge eines Neubaus entschied sich Kiefel, die 2.100 m² große Produktionshalle mit einer möglichst energieeffizienten Hallenkühlung auszustatten. Gleichzeitig soll durch Einbringung von möglichst viel Frischluft eine optimale Hallenluftqualität und ein angenehmes Raumklima für die Mitarbeiter erreicht werden.

Dietmar Huemer, Facility Manager bei Kiefel Packaging, setzt auf die Lösung "Smart Hall Cooling" von Infranorm. Eine Systemlösung, die speziell für Produktionsstätten entwickelt wurde und eine besonders nachhaltige und energiesparende Hallenkühlung ermöglicht.

Gewinn für Industrie und Umwelt
Das neuartige System Smart Hall Cooling von Infranorm, für die Kühlung von Produktionshallen, kommt ohne klimaschädliche Kühlmittel aus. „Im Vergleich zur herkömmlichen Klimatisierung reduziert es bei Kiefel den Energiebedarf und den CO2-Ausstoß um 87 % und senkt zugleich die Betriebskosten um 78 %“, sagt Christian Lindner, Geschäftsführer der Infranorm Technologie GmbH. „Laut dem Dutch Green Building Council DGBC entspricht die Hallenkühlung mit der verwendeten "IntrCooll-Kühleinheit" bereits heute den Kriterien des UN-Klimaschutzübereinkommens von Paris für das Jahr 2050.“

Bei der Temperaturabsenkung kann das System von Infranorm leicht mit konventionellen Klimaanlagen mithalten. Selbst bei Außentemperaturen von 37 °C wird eine Zuluft-Temperatur von 19 °C erzielt. Eingebracht wird die gekühlte Frischluft mit zwei grauen Textilluft-Kanälen. Diese Kanäle wurden mit Laserperforationen auf die Halle und die Kundenanforderungen abgestimmt und stellen dadurch eine gleichmäßige und zugfreie Luftverteilung sicher.

Gekühlt wird dabei mit dem Prinzip der Wasserverdunstung. Durch das neuartige zweistufige adiabate Kühlverfahren wird eine effziente Verdunstungskühlung erreicht.

Die schematisch Darstellung zeigt das Herzstück des Smart Cooling Systems. Selbst bei 37 °C Außentemperatur wurde eine kühle Zuluft von 19 °C mit der Kühleinheit IntrCooll von unserem Technologiepartner Oxycom erzielt. (Abb. © Infranorm) Die schematisch Darstellung zeigt das Herzstück des Smart Cooling Systems. Selbst bei 37 °C Außentemperatur wurde eine kühle Zuluft von 19 °C mit der Kühleinheit IntrCooll von unserem Technologiepartner Oxycom erzielt. (Abb. © Infranorm) Betriebsarten:
Zweistufige indirekte/direkte adiabate Kühlung
Der zweistufige Kühlmodus wird bei steigenden Außentemperaturen automatisch aktiviert. In der ersten indirekten adiabaten Kühlungsstufe wird kaltes Kreislaufwasser für das Vorkühlen der Umgebungsluft verwendet, ohne die Luft dabei zu befeuchten. Im zweiten Schritt wird mittels direkter adiabater Kühlung die Luft durch die patentierte „Oxyvap“ von Oxycom, noch weiter abgekühlt. Die Kühlleistung und Behaglichkeit wird zusätzlich gesteigert, da durch eine bauliche Teilung der Kühlwabe der feuchte Anteil nach außen abgeführt und nur der trockenere kühlere Anteil für die Zuluft verwendet wird.

Die kombinierte Feuchtkugeleffizienz steigt bis auf 114 % an und ermöglicht herausragende Kühlleistungen, wie beispielsweise die Abkühlung der 37 °C heißen Außentemperatur, um 18 K, auf kühle 19 °C mit 15.000 m³/h Zuluft bei einer elektrischen Leistungsaufnahme von rund 3 kW.
Mit einem VDI 6022 Zertifikat und Silber-Ionen in den Kühlwaben, sowie einen hygiene-optimierten Wassermanagement wird die Hygiene der eingebrachten Luft dauerhaft sichergestellt.

Eines der beiden Außengeräte der Smart Hall Cooling Lösung mit einer Luftmenge von 15.000 m³/h. (Abb. © Infranorm)Eines der beiden Außengeräte der Smart Hall Cooling Lösung mit einer Luftmenge von 15.000 m³/h. (Abb. © Infranorm) Freikühlbetrieb
Der zweite Betriebsmodus ist der Freikühlbetrieb. Hier wird kühle Außenluft mit einer Tmeprtaur von kleiner 16 °C zum Kühlen des Gebäudes verwendet. Während herkömmliche Klimaanlagen zum Kühlen des Gebäudes die Hallenluft umwälzen, leitet "IntrCooll" kostenlose, kühle und frische Außenluft in die Halle ein.

Unterschiede zum einstufigen direkten adiabaten Kühlsystemen:
Im Vergleich zur einstufigen direkten Verdunstungskühlung wird eine erhebliche Leistungssteigerung erzielt, da 5 bis 7 °C niedrigere Einblastemperaturen erzielt werden. Die Behaglichkeit wird ebenfalls verbessert, da 50 bis 60 % weniger Feuchtigkeit in den Raum eingebracht wird und ermöglicht dadurch ein angenehmes Hallenklima.

Referenzprojekt zum Energy Globe Award nominiert
Das Projekt zur Hallenkühlung bei Kiefel Packaging wurde als "Game Changer" in der Raumkühlung für die ökonomisch und ökologisch nachhaltige Hallenkühlung zum Energy Globe Award, ein Umweltpreis einer österreichischen Nachhaltigkeitsintiative, nominiert.

Resümee
Der Erfolg spricht für sich und auch der Geschäftsführer Robin Roth von Kiefel Packaging bestätigt: „Infranorm hat bereits im Sommer 2019 die Temperaturen in unserer Produktion erheblich gesenkt und für unsere Mitarbeiter eine zugfreie Frischluft- Versorgung geschaffen. Die Installation ist ein großer Zugewinn für die Arbeitsplatzqualität in unserem Produktionswerk und ist zudem sehr energiesparend und nachhaltig.“

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Artikelnummer: cci89279
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