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18. April 2018 Autor: Arne Zucker
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Sorgfältige Brandschutzkonzepte vermeiden Kosten für nachträgliche Maßnahmen

Die Verantwortung für die Sicherheit eines Bauwerks hat der Bauherr und der Planer. Für unzureichende Brandschutzlösungen können Bauherren im Brandfall auch nachträglich zur Verantwortung gezogen werden. Um das Haftungsrisiko für Bauherren senken, bietet sich die Erstellung eines individuellen Brandschutzkonzepts durch ein entsprechend geschultes Ingenieurbüro an. So werden mögliche Risiken bereits in der Gebäudeplanungsphase minimiert.

Die Landesbauordnungen legen Mindestziele zur Wahrung der öffentlichen Daseinsvorsorge fest, lassen beim Weg dorthin aber auch Alternativen zu. So können nicht komplette Altstädte abgerissen werden, nur weil die Holzbalkendecken der Gebäude dem heutigen Brandschutzstandard nicht entsprechen. Generell gilt: Wie ein sinnvoller Brandschutz bei Gebäuden aussieht, muss im Einzelfall definiert werden.

Erstellung eines vorausschauenden Brandschutzkonzepts

Für den baulichen Brandschutz werden Gebäude in unterschiedliche Klassen eingeteilt – abhängig von Höhe, Fläche und Art. Auch wenn sich die Details je nach Bundesland unterscheiden, steigen die Anforderungen an den Brandschutz bei einer höheren Gebäudeklasse. Für einen transparenten Nachweis zur Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen hilft ein sorgfältig ausgearbeitetes Brandschutzkonzept bereits zu Beginn der Planungsphase. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich dabei ein Standard eingebürgert, der Fehler schon allein durch die formale Gestaltung vermeidet: Der Textteil wird durch die explizite Darstellung mit Hilfe von Plänen ergänzt. Auf diese Weise fallen Probleme bereits in dieser frühen Planungsphase auf und müssen nicht später aufwändig korrigiert werden.

Bei der Erstellung eines solchen Konzepts empfiehlt es sich, kritische Punkte frühzeitig mit Brandschutzprüfern abzustimmen. So kann ein Bauherr bei Gebäuden der Klasse 5, Sonderbauten, Mittel- sowie Großgaragen oder bei Abweichungen eine öffentliche Prüfung oder eine Untersuchung durch einen Sachverständigen durchführen lassen (Vier-Augen-Prinzip). Wenn der Prüfer vorher bekannt ist, können die Herausforderungen eines Projekts bereits frühzeitig analysiert, besprochen und gelöst werden. Auf diese Weise wird der Plan schnell zu gültigem Baurecht und muss lediglich umgesetzt werden. Rechtlich gesehen sind Bauherren auf der sicheren Seite, wenn ein Sonderfachmann mit der Erstellung eines Brandschutznachweises beauftragt wurde, denn dieser haftet für sein Werk.

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