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12. Juni 2016 Autor: Rolf Grupp (Bearbeiter)

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  • Grundlagen: Rauchschürzen und ihre Schutzziele
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Grundlagen: Rauchschürzen und ihre Schutzziele

Die Segmentierung von Gebäuden in Brandabschnitte trennt angrenzende Bereiche baulich voneinander ab und schafft zugleich sichere Flucht- und Rettungswege. Dazu müssen im Brandfall notwendige Öffnungen in Wänden und Decken verschlossen und Rauchbarrieren geschaffen werden. Textile Brandschutzlösungen bieten Schutz vor unkontrollierter Ausbreitung von Feuer und Rauch. Gegenüber Feuer- bzw. Rauchschutztüren, -toren oder -klappen bieten textile Systeme je nach Einsatzzweck Vorteile, so zum Beispiel beim Wunsch nach einem offenen Raumkonzept ohne visuelle Störfaktoren. Oft sind sie sogar geeigneter als herkömmliche Lösungensansätze. Die sogenannten Vorhangsysteme sind mittlerweile in verschiedenen Ausführungen für viele Verwendungszwecke erhältlich und lassen sich in Feuer- und Rauchschutzabschlüsse sowie Rauchschürzen (auch "Rauchschutzvorhang") einteilen. Im Normalbetrieb, also im Nicht-Brandfall, sind Rauchschürzen in der Regel verdeckt. Im Brandfall wird die Rauchschürze ausgefahren, beispielsweise herabgelassen, sodass sich ein nach oben von der Gebäudedecke begrenzter Raum ergibt. Damit wird einem seitlichen Abfließen des Rauchs sowie der heißen Brandgase in einen anderen Rauchabschnitt entgegengewirkt.

"Smokeshield-C" "Smokeshield-C" Textile Rauchschürzen
Textile Rauchschürzen vermeiden unnötig große Ab- und Zuluftöffnungen.

  • Automatische Rauchschürzen wickeln sich im Bedarfsfall selbstständig und ohne Einsatz von Fremdenergie bis auf ein gemäß dem Entrauchungskonzept definiertes Niveau ab. Im Ruhezustand wird ihr Gewebe auf einer Wickelwelle gelagert, und das System ist aufgrund der geringen Einbautiefe kaum erkennbar.
  • Statische Rauchschürzen besitzen den Vorteil eines sehr geringen Gewichts und der damit niedrigen statischen Belastung des Baukörpers. Sie lassen sich einfach installieren und ermöglichen ein unkompliziertes Abschotten durchlaufender Systeme.

Sowohl statische als auch automatische Rauchschürzen gewährleisten eine gezielte Lenkung und den wirksamen Abfluss von Rauch auch bei großen Raumhöhen. Durch sehr große realisierbare Abmessungen mit teilweise sogar unbegrenzten Breiten, lassen sich Brand- und Rauchgase selbst bei auftretenden Querströmungen effektiv ableiten. Ebenfalls kann bei großen Räumen der Einsatz maschineller Entrauchungsanlagen optimiert werden. Die zur Raumteilung installierten Rauchschürzen reduzieren dabei die benötigte Ventilatorenleistung und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit. Rauchschürzen werden nach DIN EN 12101 Teil 1 "Rauch- und Wärmefreihaltung - Bestimmungen für Rauchschürzen" (2006) CE-gekennzeichnet.

"Stripecoil""Stripecoil" Automatische textile Rauchschürze mit Personendurchgang

Bei Entrauchungskonzepten, die eine bodenschließende Rauchschürze sowie einen passierbaren Fluchtkorridor erfordern, gewährleistet die passierbare Rauchschürze eine Rauchabschnittsbildung und gleichzeitig eine Fluchtmöglichkeit in Personendurchgangsbereichen. Das System kann aufgrund des Doppelwellensystems für unbegrenzte Breiten und eine Abrolllänge bis 3,5 m realisiert werden. Die Personendurchgangsfrequenz liegt bei ca. 200 Personen pro Minute bei einer Systembreite von 3 m.

"Fibershield-S""Fibershield-S" Raumbildende, textile Feuerschutzabschlüsse und Rauchschürzen ohne Stützen
Brandschutztechnische Sicherung mit architektonisch hohen Ansprüchen kann zum Beispiel mit raumbildenenden und um Ecken verlaufenden textilen Systemen erreicht werden. Die Eckverläufe werden durch eine geschickte Gewebefalttechnik möglich. Säulen oder Pfeilerkonstruktionen zur Montage von Führungsschienen sind überflüssig. Es sind variable polygonartige Grundflächen realiserbar mit Kantenlängen bis 16 m, einer Abrolllänge bis 6 m und mit Winkeln von 30 bis 150°.

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