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10. April 2013 Autor: Beate Schafaczek, Daniel Zirkelbach, Hartwig Künzel

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Feuchteverhalten von Innendämmungen mit Faserdämmstoffen

Das Anbringen einer Innendämmung ist bei der Sanierung von Altbauten oft die einzige Möglichkeit zur Verbesserung des Wärmeschutzes. Bei mitteleuropäischen Klimaverhältnissen ist eine Innendämmung bezüglich Wärmebrücken, Tauwasserbildung und Trocknungspotenzial in der Regel ungünstiger als eine Außendämmung. Deshalb ist eine sorgfältige Planung und Ausführung Voraussetzung.

Hartwig M. Künzel ("Energetische Altbausanierung durch Innendämmung", WTA-Journal 4/04, Seite 361 bis 374) vergleicht das hygrothermische Verhalten verschiedener Innendämmungen ohne Dampfbremse bezüglich der sich einstellenden Feuchte auf der Rückseite der Dämmschicht. Bei vorhandenem konstruktivem Schlagregenschutz werden bei Faserdämmstoffen wie Zellulosefaser oder Mineralwolle im Winter über unterschiedlich lange Zeiträume jeweils Tauwasserbedingungen erreicht. Von einem Einsatz ohne Dampfbremse rät Künzel daher ab.
Ein vollständig anderes Ergebnis nennt Rainer Pfluger ("Lösungen für den Feuchteschutz. Protokollband Nr. 32. Faktor 4 auch bei sensiblen Altbauten: Passivhauskomponenten + Innendämmung", Darmstadt, Juli 2005) [1]. Er gibt für Zellulosefaserdämmung ohne Dampfbremse bei allen untersuchten Varianten eine maximale relative Feuchte von 80 % auf der Kaltseite der Dämmung an – für Mineralfaserdämmung mit variabler Dampfbremse liegen die Maximalwerte dagegen deutlich höher mit relativen Feuchten bis 98 %. Demzufolge wäre das Feuchteverhalten einer Zellulosefaserdämmung ohne Dampfbremse bei weitem günstiger als das einer Innendämmung mit Mineralwolle und zusätzlicher variabler Dampfbremse.

Diese widersprüchlichen Aussagen führten immer wieder zu Nachfragen von Baufirmen und Planern. Daher wurden am Fraunhofer IBP die verschiedenen Konstruktionen und Empfehlungen detailliert überprüft.
 

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Artikelnummer: cci22171

Kommentare (1):

Wieso befasst sich das Fraunhofer Institut IBP nicht mit nachhaltigeren Aufgaben als mit einer Untersuchung, deren Ergebnis ohnehin jeder Fachmann einschätzen kann.
Es sollte einmal geklärt werden, wo und wann es noch sinnvoll ist, dampfdiffusionsoffene Umzusetzungen zu empfehlen, statt dampfdichte Bauteile anzuordnen. Eine finanzielle Gegenrechnung bei erhaltungswerten Fassaden ist angesichts der steigenden Energiepreise fruchtlos.
Eine Innendämmung mit "VIP" ist zwar überall bekannt, aber noch nicht die innovative Umsetzung im Klebeverfahren, was fachlich für eine optimale Innendämmung unausweichlich ist.
Ich habe den Eindruck, dass sich hinter dem IBP, Personen befinden, die sich selbst den Überblick zur freien Wirtschaft abriegeln oder absichtlich den unbezahlbaren und volkswirtschaftlich sinnlosen Konsum aufheizen. Das ist bei der Stahlbeton-Skelettbauweise mit moderenen Schalungssystemen, für bauteilaktivierte Tragwerke so und jetzt bei der vakuumierten, pyrogenen Kieselsäure, die allerdings zur dampfgeschlossenen Bauweise zählt, was ja leider nicht zur diesbezügliche Studie zählte.
Dipl.-Ing. Jörg-Ulrich Bunge, Freier Ingenieur, Dorum 11.04.2013

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