Seite 1 2 3 4 next page last page
10. Juni 2011 Autor: Dr.-Ing. Dieter Pfannstiel
Bewertung empty starempty starempty starempty starempty star
Kommentare (0) frei für angemeldete Mitglieder

Direktverdampfersysteme als Alternative zu Wasserkühlsätzen

Mit einem Direktverdampfer mit elektronischem Expansionsventil und einer Frequenzumrichterregelung von Verdichter und Verflüssiger können konstante Zulufttemperaturen erreicht werden. Die in einem Projekt geforderte Toleranz von +/- 1 K wurde im Betrieb sogar unterschritten, sie liegt bei 0,2 K. Durch die Überhitzungsregelung konnte zudem die relative Kälteleistung auf über 90 % gesteigert werden. Damit sind kompakte energieeffiziente Direktverdampfersysteme als Alternative zu Wasserkühlsätzen möglich.

Das Projekt

Im Kunstmuseum Bayreuth musste ein Teilbereich nachträglich klimatisiert werden. Im Kunstmuseum Bayreuth musste ein Teilbereich nachträglich klimatisiert werden. Abb. Stadt Bayreuth Im Kunstmuseum Bayreuth musste ein Bereich zum Schutz der Ausstellungsstücke klimatisiert werden. Dafür wurde eine konstante Raumtemperatur von 20 °C gefordert. Um Temperaturschwankungen im Raum zu vermeiden, durfte die Zulufttemperatur im Bereich zwischen 12 und 20 °C maximal um +/- 1 K abweichen, was normalerweise nur mit einem Wasserkühlsatz erreicht werden kann. 

Zur Diskussion standen die Erweiterung eines vorhandenen Wasserkühlsatzes aus einem anderen Bereich des Museums, ein separater Wasserkühlsatz oder ein Direktverdampfer mit elektronischem Expansionsventil (EEV). Ein Direktverdampfer mit themostatischem Expansionsventil schied von vorneherein aus, da mit diesem die Toleranz in der Zulufttemperatur nicht einzuhalten ist. Die Toleranz liegt bei diesem System typischerweise zwischen 4 und 8 K.
Der Planer entschied sich für das Direktverdampfersystem mit EEV und FU-gesteuertem Verdichter und Verflüssiger. Der Entscheidung lag folgende Überlegung zugrunde:
Die Anbindung an die vorhandene Wasserkühlanlage hätte einen zusätzlichen Pufferspeicher und Leitungsquerschnitte bis DN 50 erfordert, die im Bereich des Altbaus schwierig zu verlegen sind. Zudem sollten wasserführende Leitungen in den Ausstellungsräumen aus Sicherheitsgründen vermieden werden. Da die Rohrleitungen durch einen nicht isolierten Dachraum geführt hätten, wäre eine Wasser-Glykol-Füllung nötig gewesen. Gegen den Einsatz eines neuen separaten Wasserkühlsatz sprach das hohe Gewicht und die große Abmessung sowie die unrentable kleine Anlagengröße. Der gewählte Direktverdampfer mit EEV hat den Vorteil des genauen Regelverhaltens, der kleineren Abmessung gegenüber einem Wasserkühlsatz und dem geringen Gewicht sowie  den einfach zu verlegenden Leitungen mit kleineren Querschnitten. Dagegen standen die etwas höheren Kosten für die Komponenten.

© cci Dialog GmbH
Jede Art der Vervielfältigung, Verbreitung, öffentlichen Zugänglichmachung oder Bearbeitung, auch auszugsweise, ist nur mit gesonderter Genehmigung der cci Dialog GmbH gestattet.
 
Seite 1 2 3 4 next page last page
Artikelnummer: cci518

Login

Passwort vergessen


Tel.: +49(0)721/565 14-88

Kontextwerbung zum Thema

Folgende Unternehmen liefern Produkte, Systeme oder Dienstleistungen zu den Inhalten des nebenstehenden Beitrags:
  • Direktverdampfung
  • Ventil

Ihr Ansprechpartner

rg.jpg





Rolf Grupp
Leitung cci Wissensportal
Fachwissen und
Erfahrungsaustausch online

Fon +49(0)721/565 14-17
mail_grau_rolf_grupp.gif

Was sagt mir die Ampel?

ampel_gruen_klein

Sie haben Zugriff auf den gesamten Inhalt des Artikels
ampel_gelb_klein

Sie haben Zugriff auf Teile des Artikels
ampel_rot_klein

Sie haben aktuell keinen Zugriff auf den Artikel

Angemeldete Benutzer sehen mehr „Grün“ als Gäste.
Und nur ein angemeldeter Benutzer kann gesperrte Artikel durch Kauf öffnen.
Mehr dazu …

Ratgeberreihe

cci Buch VDE Lüftung Klima

 

Mitglied werden - Mitreden

Forum NetzwerkSpectral-Design - Fotolia.com

 

Als Mitglied von
cci Wissensportal können Sie nicht nur Fragen und Antworten einsehen, sondern auch mitmachen.
Registrieren Sie sich gleich!