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24. Januar 2018 Autor: Catharina Kober und Michael Seidel
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Schnellmesstechnik zum Nachweis von Legionellen aus Verdunstungskühlanlagen

Schnellmesstechniken zum Nachweis von Legionellen führen zu einer Verbesserung des Handelns im Ausbruchsfall. Zudem können Betreiber, die die hygienische Beschaffenheit ihrer Verdunstungskühlanlagen genau kennen müssen, Schnellmesstechniken einsetzen. Sie liefern zum Beispiel auch Daten, um die Wirksamkeit von Sanierungsmaßnahmen zu beurteilen, um die Anlage schnellstmöglich wieder in Betrieb nehmen zu können.

Warum müssen Legionellen gemessen werden

Legionellen sind gramnegative, nicht sporenbildende, fakultativ aerobe Bakterien der Familie der Legionellaceae mit weltweit etwa 50 bekannten Legionellenarten und ca. 70 verschiedenen Serogruppen. Von diesen gelten alle als potenziell humanpathogen. Das Einatmen dieser Keime kann eine Lungenentzündung mit möglicher Todesfolge verursachen. Die Spezies Legionella pneumophila löst 90 % der bekannten Fälle an Legionellose aus. Von den 15 bekannten Serogruppen der Legionella pneumophila gilt Serogruppe 1 als hochpathogen, da von ihr 80 % der Legionellose-Infektionen ausgehen.

Wenn in einer technischen Anlage ein Flüssigkeitsstrom mit einem Gasstrom in Kontakt gebracht wird, können sich legionellenhaltige Aerosole bilden. Sind die Legionellen im Prozesswasser von Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen oder Nassabscheidern, können legionellenhaltige Aerosole in die Umwelt emittiert werden, wenn die Anlage nicht sachgemäß betrieben wird. In Deutschland traten Legionellenassoziierte Ausbrüche zum Beispiel in Ulm (2010), Warstein (2013), Jülich (2014) und Bremen (2015/2016) auf. Als Ausbruchsquelle wurde jeweils eine Verdunstungskühlanlage identifiziert, Grund war eine hohe Belastung an Legionella pneumophila. Als Reaktion darauf entstanden die VDI-Richtlinien

  • VDI 4250 Blatt 2: Umweltmedizinische Bewertung von Bioaerosol-Immissionen – Risikobeurteilung von legionellenhaltigen Aerosolen
  • VDI 2047 Blatt 2: Rückkühlwerke - Sicherstellung des hygienegerechten Betriebs von Verdunstungskühlanlagen, Link
  • VDI 2047 Blatt 3: Rückkühlwerke - Sicherstellung des hygienegerechten Betriebs von Verdunstungskühlanlagen - Naturzugkühltürme über 200 MW Kühlleistung, Link
  • VDI 4259 Blatt 1: Ausbruchsmanagement Legionellen (geplant). Ziel des neuen Richtlinienprojekt zum Ausbruchsmanagement ist es, einen Maßnahmenkatalog unter Berücksichtigung neu etablierter Analyseverfahren für den Ausbruchsfall zu erarbeiten, um relevante Infektionsquellen schnellstmöglich zu identifizieren und somit eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.

sowie die 42. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV), die bundesweit die Inbetriebnahme, das Betreiben und die Instandhaltung von Verdunstungskühlanlagen und Kühltürmen regelt.

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Artikelnummer: cci64675

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