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16. April 2014 Autor: Klaus Fitzner/Ulrich Finke sowie Ralf Wagner
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Gebäudesanierung mit Induktionsgeräten

Induktionsklimageräte gehören zu den Luft-Wasser-Klimaanlagen, und diese liegen nach wie vor im Trend, weil sie nur so viel Außenluft in die Räume einbringen, wie aus hygienischen Gründen erforderlich ist. Weil aber über die Luft nicht immer die gesamte Raumlast abgeführt werden kann, wird das mit Wasser gemacht. Das ist energetisch günstiger und benötigt weniger Platz für die RLT-Anlage und die Leitungen. Klimaanlagen in Gebäuden müssen nach etwa 25 Jahren saniert werden. Am Beispiel Büro, das den Hauptanwendungsfall für Induktionsgeräte darstellt, soll dies erläutert werden. Der Beitrag umfasst zwei Teile. Der erste Teil stammt von Prof. Dr.-Ing. Klaus Fitzner und Prof. Dr.-Ing. Ulrich Finke, Klimakonzept Berlin, der zweite Teil von Dipl.-Ing. Ralf Wagner, Technischer Vorstand, LTG Aktiengesellschaft, Stuttgart.

Der Artikel wurde im April 2017 auf Aktualität überprüft.

So arbeiten Induktionsgeräte

 Abbildung 1: Prinzipieller Aufbau einer Luft-Wasser-Anlage mit einem Induktionsgerät (Alle Abbildungen Fitzner/Finke) Abbildung 1: Prinzipieller Aufbau einer Luft-Wasser-Anlage mit einem Induktionsgerät (Alle Abbildungen Fitzner/Finke)
Vom Zentralgerät wird Außenluft angesaugt, darin aufbereitet und dann als Primärluft zu den einzelnen Räumen gefördert. Aus den Räumen wird entsprechend vom Zentralgerät Abluft abgesaugt und als Fortluft nach außen gefördert. Wärmerückgewinner im Zentralgerät übertragen die Enthalpie der Abluft auf die Zuluft. Es besteht keine Notwendigkeit, die Abluft als Umluft zu verwenden. In den Räumen befinden sich als Sekundärgeräte Induktionsgeräte oder Klimakonvektoren. Sie saugen Raumluft an und leiten sie durch Wärmeübertrager, die mit Wasser zum Heizen oder zum Kühlen beschickt werden. Gekühlt oder erwärmt gelangt diese Luft zusammen mit der Primärluft wieder als Raumzuluft in den Raum. Bei Ventilatorkonvektoren wird die Luft durch einen Ventilator im Gerät gefördert. Induktionsgeräte enthalten keinen Ventilator: Als Antrieb für die Luftbewegung wird die Primärluft durch Düsen im Gerät ausgeblasen und dadurch die Sekundärluft angesaugt. Das Verhältnis des angesaugten Raumluft- zum Primärvolumenstrom wird als Induktionsverhältnis bezeichnet. Es kann im Bereich von etwa 1 bis 5 liegen. Die Heiz- oder Kühlleistung wird entweder mit Ventilen im Wasserweg oder mit Klappen auf dem Luftweg im Gerät geregelt.

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Artikelnummer: cci30070
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Kommentare (3):

Ein interessanter Artikel. Vor Jahrzehnten war diese Anlagetechnik erste Wahl. Kleine Luftkanäle für die Mindestaußenluftrate. Für die Beheizung und Kühlung Rohrleitungen für Heiz- und Kühlwasser. Leider wurde zu dieser Zeit der Brandschutz kaum beachtet. Daran ist bei der Sanierung auch zu denken. Ganze Etagen wurden durch die Luftkanäle (z.B. durch die Anbindung der Einzelgeräte aus der Etage darunter) brandschutztechnisch miteinander verbunden. Die Induktionsgeräte erforderten eine sachgerechte Pflege, da sich an den Düsen schnell Staub absetzte und dadurch der Geräuschpegel erheblich anstieg. Das dauerhaft hörbare Strömungsrauschen im Raum war/ist dabei eine negative Sache.
Anton Tienes 05.06.2014
Ein Aspekt Druckverlust der Induktionsgeräte wurde bei der Auswahl nicht mit bewertet.
Wie muss man im Rahmen der heutigen Anforderungen an einen niedrigen Druckverlust im Lüftungskanalnetz die Druckverlusten der Endgeräte bewerten?
Lassen die Grenzwerte der EnEV bzw. die zukünftigen SFP-Werte den Einbau der Geräte noch zu?
Herbert Haser 05.06.2014
Habe in der zur Verfügung stehenden Ausarbeitung zwei wesentliche Aspekte nicht beschrieben gefunden:

1. Die stofflichen Raumlasten:
Denn die erforderliche Lüftungsanlage ist nicht nur für die minimalste Aussenluftrate (insbesondere nach einer Sanierung bzw. Neubaus) zuständig.
Denn primär geht es bei der TGA immer noch um die Gesundheit von Personen und mit jedem Umluftsystem, in welcher Art auch immer, bei dem man noch ungefiltert die Luft verquirlt, können Probleme nicht ausgeschlossen werden.

Und im Besonderen, bei

2. Kondensatanfall im Raum:
Denn wird die Lüftungsanlage nicht mit einer geregelter Entfeuchtung unterhalb der Taupunkttemperatur der Raumluft am Umluftkühler ausgelegt, so kommt es auf jeden Fall zu Kondensatanfall in der Kondensatwanne am Umluftkühler in jedem Raum. Wer achtet an dieser Stelle auf die Hygiene? Ich persönlich kenne keinen Nutzer, der, die hiefür sinnvollen halbjährlichen Wartungsintervalle (ähnlich bei einer Lüftungsanlage, mit Kondensatwanne) einhalten würde.
Klaus Hansen 06.06.2014

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