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6. September 2017 Autor: Dr.-Ing. Manfred Stahl
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Planung und Auslegung von Raumklimaprojekten mit dem Kältemittel R32

Seit geraumer Zeit sorgen der Einsatz des schwer entflammbaren Kältemittels R32 in Raumklimageräten und die dann meist folgende Frage "Und wie sieht es mit der Sicherheit aus?" für Diskussionen in der LüKK. Der nachfolgende Beitrag und eine von der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik (BFS) erstellte Tabelle zu notwendigen Raumgrößen bei Verwendung von R32 sollen zur Versachlichung der oft polemischen Erörterungen und auch zur Beruhigung der installierenden Fachbetriebe beitragen.

Eigenschaften von R32

Neben der Verwendung in Kältemittelgemischen wird das Kältemittel R32 mit seinem moderaten Treibhauseffekt (GWP-Wert 675) als Alternative zu R410A (GWP 2.088) zum Einsatz in Split-Klimageräten immer wichtiger. Viele Hersteller haben mittlerweile R32-Splitklimageräte in ihre Lieferprogramme aufgenommen. Auch bei Wärmepumpen gewinnt R32 als Kältemittel an Bedeutung. Dabei sind die physikalischen Eigenschaften von R32 sogar noch besser als die von R410A: Die volumetrische Kälteleistung ist um etwa 7 bis 8 % höher, die Leistungszahl um etwa 5 % besser. Negativ ist die um etwa 20 K höhere Druckgastemperatur zu bewerten. Um die gleiche Kälteleistung zu erzielen, wird im Kältekreislauf etwa 25 % weniger R32 benötigt als bei R410A. Allerdings hat R32, ähnlich wie die HFO-Kältemittel R1234yf und R1234ze, gemäß der neuen DIN EN 378 "Kälteanlagen und Wärmepumpen - Sicherheitstechnische und umweltrelevante Anforderungen" (2017) die Klassifikation A2L "schwer entflammbar". Daraus folgen bestimmte Anforderungen an den Umgang mit diesem Kältemittel und an den Betrieb von mit R32 befüllten Anlagen, die in der DIN EN 378 exakt beschrieben sind. Diese sollte jeder Kälteanlagenbauer/Mechatroniker oder Fachbetrieb, der R32-Geräte plant und installiert, kennen und beachten.

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Artikelnummer: cci59339

Kommentare (1):

Als Sachverständiger bin ich einmal gespannt, welche Arbeit da noch auf uns zu kommen wird. Das Entstehen der Kältemittel unter GWP 675 bringt nicht nur tolle Treibhauswerte sondern auch einige Nachteile mit sich. Mal abwarten, wo die neue Reglementierung uns noch hin bringen wird.
Olaf Mayer ö.b.u.v. sachverständiger
Olaf Mayer 02.02.2019

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