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12. Oktober 2016 Autor: Kurt Seifert

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  • Grundlagen: Lüftung von Aufzugschächten
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Grundlagen: Lüftung von Aufzugschächten

Neben der bauordnungsrechtlichen Anforderung an die Entrauchung müssen Aufzugschächte in Deutschland auch zu lüften sein. Die zu erfüllenden Punkte für die Rauchableitung, besonders an die Größe der Öffnung, sind hierbei in den Bauordnungen der Länder vorgegeben. Um eine zielgerichtete Lösung für die Aufzugschachtlüftung zu planen, projektieren und auszuführen, stehen dagegen nur wenige Informationen zur Verfügung. Der Beitrag beleuchtet die Parameter der Planung und Projektabwicklung. Planer, Architekten und Errichter erhalten Hinweise für eine korrekte Ausführung der Aufzugschachtlüftung

Energieverschwendung über Lüftungsöffnungen des Aufzugschachts (Abb. BTR-Hamburg)Energieverschwendung über Lüftungsöffnungen des Aufzugschachts (Abb. BTR-Hamburg) In den letzten Jahrzehnten positionierte man an oberster Stelle des Aufzugs-schachts meist dauerhafte Öffnungen die neben der Entrauchung auch die Anforderungen an die natürliche Lüftung erfüllen sollten. Bei einem Bestand von derzeit ca. 650.000 Aufzügen in Deutschland ergibt sich somit eine dauernd geöffnete Lüftungsfläche von ca. 65.000 m² aus beheizten Gebäuden. Vor dem Hintergrund der immer wichtigeren Energieeffizienz von Gebäuden (in Bezug auf die luftdichte Gebäudehülle) und durch Vorgaben der EnEV ist diese Vorgehensweise heute nicht mehr möglich.


Kontrollierte Lüftung
Die Industrie bietet heute bauaufsichtlich zugelassene Rauchableitungssysteme mit integrierter Lüftungsfunktion an. Hierbei wird die Größe der Öffnung zur natürlichen Rauchableitung auch zur Bemessung der Lüftung angenommen. Die Auswahl der manuellen Aktoren und automatischen Sensorik zur Bestimmung des Lüftungsbedarfs ist jedoch von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.

Anforderung der Bauordnungen

Als grundlegende Forderung zur Lüftung von Aufzugschächten muss der § 39 der Musterbauordnung (MBO) herangezogen werden. Dieser lautet:
(3) Fahrschächte müssen zu lüften sein und eine Öffnung zur Rauchableitung mit einem freien Querschnitt von mindestens 2,5 v. H. der Fahrschachtgrundfläche, mindestens jedoch 0,10 m² haben.

Mit Ausnahme von Brandenburg (hier gelten die doppelten Werte) ist diese baurechtliche Anforderung deutschlandweit einheitlich. Hieraus ergibt sich jedoch lediglich die Forderung nach einer Lüftung ohne weitere Angaben zur Ausführung. Die Aufzugrichtlinie 2014/33/EU vom April 2014 behandelt die Lüftung des Fahrkorbs, jedoch nicht die Lüftung des Aufzugschachts. Mit der Einführung der DIN EN 81 Teil 20 „Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den Einbau von Aufzügen - Aufzüge für den Personen- und Gütertransport - Personen- und Lastenaufzüge“ im November 2014 wurde dem Thema Lüftung endlich der entsprechende normative Raum geboten. Im informativen Anhang E sind für die Planung und Ausführung der Aufzugschachtlüftung diverse Parameter aufgeführt, die es zu berücksichtigen gilt. Dazu gehören beispielsweise die Umgebungstemperatur, der Querschnitt und die Höhe des Schachts, ebenso wie die Luftdichtheit von Schacht und Gebäude und auch die Luftqualität (CO2-Gehalt der Luft).

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Artikelnummer: cci49369
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Kommentare (3):

Sucht man im Internet nach DIN 1946 Teil 2 findet man bei www.Beuth.de:

DIN 1946-2:1994-01 [ACHTUNG: DOKUMENT ZURÜCKGEZOGEN]; Dokument wurde ersetzt durch: DIN EN 13779:2005-05 und DIN EN 13779:2007-09
Ingwer Ebinger 01.09.2016
Ersten Kommentar kann ich nur unterstützen und ergänzen, dass DIN 13779 auch bald Geschichte ist und durch DIN EN 16798 (Entwurf 07/2015) ersetzt werden wird.
Die MAK-Tabelle ist auch schon längst Vergangenheit und wurde durch die TRGS 900 "Arbeitsplatzgrenzwerte" im Januar 2006 abgelöst!
Ein Lösung für den Wärmeenergieverlust von Aufzugsschächten konnte ich in dem Beittrag trotzdem nicht erkennen. Hier besteht also wirklicher Erfindungsbedarf!
Mario Reichel 01.09.2016
Kommentar des Autors:
Vielen Dank für Ihre Kommentare. Die im Beitrag genannte Norm DIN 1946-2 war Pate der gutachterlichen Stellungnahme des Fraunhofer Institutes auf die sich die Grafik auf Seite 3 stützt. Die hieraus zu ziehenden Rückschlüsse sind, ebenso wie die MAK-Werte, immer noch hochaktuell.
Sehr geehrter Herr Reichel. Die Lösung für die Verhinderung des Wärmeenergieverlustes durch die dauerhaft angebrachte Öffnung für die Lüftung und Entrauchung des Aufzugschachtes gibt es bereits seit mehr als 15 Jahren. BTR-Hamburg GmbH bietet das System LIFT-SMOKE-FREE mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung für alle Aufzugschachtarten an. Nähere Informationen erhalten Sie hierzu unter www.lift-smoke-free.de
Ich hoffe, Ihnen hiermit geholfen zu haben.
Kurt Seifert 02.09.2016

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