Seite 1 2 3 4 5 6 next page last page
19. April 2017 Autor: Dr.-Ing. Manfred Stahl
Bewertung (1) starstarstarstarstar
Kommentare (0) frei für angemeldete Mitglieder

Das neues Merkblatt der EnergieSchweiz zur Komfort-Luftbefeuchtung (2017)

Die zum Bundesamt für Energie gehörende EnergieSchweiz hat Ende 2016 ein sechsseitiges „Merkblatt für Fachleute der Lüftungsbranche, der Architektur und des Gebäudebetriebs - Luftbefeuchtung" veröffentlicht (www.energieschweiz.ch). Nachfolgend hat die Redaktion von cci Wissensportal Aussagen aus dem Merkblatt, das wesentlich für "Komfortsysteme" in Wohnungen und Büros gilt, zusammengefasst und analysiert.

Thema 1: Normen und Studien

Bei der SWKI-Tagung am 27. Jaunar in Luzern stellte Adrian Grossenbacher, Bereichsleiter Gebäude EnergieSchweiz, das BFE-Merkblatt Luftbefeuchtung vor und provozierte mit der Aussage „Die künstliche Befeuchtung ist für normale Komfortanlagen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Klimabranche abzulehnen“. (Abb. Emanuel Niederhauser/SWKI)Bei der SWKI-Tagung am 27. Jaunar in Luzern stellte Adrian Grossenbacher, Bereichsleiter Gebäude EnergieSchweiz, das BFE-Merkblatt Luftbefeuchtung vor und provozierte mit der Aussage „Die künstliche Befeuchtung ist für normale Komfortanlagen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Klimabranche abzulehnen“. (Abb. Emanuel Niederhauser/SWKI) In mehreren LüKK-Normen, zum Beispiel der DIN EN 15251 "Eingangsparameter für das Raumklima" und der gleichnamigen Nachfolgenorm DIN EN 16798 Teil 3, steht sinngemäß, dass in normalen, von Personen genutzten Räumen keine künstliche Befeuchtung der Luft notwendig sei. In den Normen werden für die Raumkategorien I (beste) bis III Mindestraumluftfeuchten von 30 % (Kategorie I), 25 % (Kategorie II) und 20 % (Kategorie III) empfohlen.

An dieser Stelle setzt das Merkblatt Luftbefeuchtung an und verweist darauf, dass bisherige Empfehlungen einer relativen Raumluftfeuchte von mindestens 30 % (Winter) bis maximal 60 % (Sommer) kritisch zu hinterfragen sind. Laut Merkblatt basieren die Angaben zu diesen Feuchten auf mehreren, teils älteren Studien, die widersprüchliche Ergebnisse zum Einfluss der relativen Feuchte auf den Menschen aufweisen. Oft wurden in diesen Studien wichtige, ergänzende Einflüsse auf die Raumluftqualität - zum Beispiel Emissionen von Baumaterialien und Geräten, von den Nutzern, die Art der Zuluftbehandlung (Luftfiltration) und die Art der Zulufteinbringung - nicht genannt oder nicht untersucht. Zudem werden einer als trocken empfundenen Raumluft Behaglichkeitsdefizite zugeschrieben, die ihren Ursprung auch in einem erhöhten Gehalt an Schwebstaub, Formaldehyd oder VOC haben können.
Ergänzend verweist das Merkblatt auf das natürliche Befeuchtungssystem eines gesunden Menschen. Bei diesem werde die eingeatmete Luft zunächst im Rachen auf etwa 89 bis 90 % relative Feuchte und anschließend in der Luftröhre auf nahezu 100 % befeuchtet. Diese Vorgänge erfolgen, so das Merkblatt, unabhängig von der relativen Feuchte der eingeatmeten Luft.

Seite 1 2 3 4 5 6 next page last page
Artikelnummer: cci56202

Login

Passwort vergessen


Tel.: +49(0)721/565 14-88

Ihr Ansprechpartner

rg.jpg





Rolf Grupp
Leitung cci Wissensportal
Fachwissen und
Erfahrungsaustausch online

Fon +49(0)721/565 14-17
mail_grau_rolf_grupp.gif

Mitglied werden - Mitreden

Forum NetzwerkSpectral-Design - Fotolia.com

 

Als Mitglied von
cci Wissensportal können Sie nicht nur Fragen und Antworten einsehen, sondern auch mitmachen.
Registrieren Sie sich gleich!

Was sagt mir die Ampel?

ampel_gruen_klein

Sie haben Zugriff auf den gesamten Inhalt des Artikels
ampel_gelb_klein

Sie haben Zugriff auf Teile des Artikels
ampel_rot_klein

Sie haben aktuell keinen Zugriff auf den Artikel

Angemeldete Benutzer sehen mehr „Grün“ als Gäste.
Und nur ein angemeldeter Benutzer kann gesperrte Artikel durch Kauf öffnen.
Mehr dazu …