Gebäudereport 2026: Gebäudewende als Wachstumschance

dena-Geschäftsführerin Corinna Enders: „Die Gebäudewende bietet die Chance, Klimaschutz mit Wirtschaftswachstum zu verbinden. Deutschland kann die Klimaziele im Gebäudesektor mit marktbasierten Instrumenten erreichen: Durch Vereinfachung und Bürokratieabbau, stabile Rahmenbedingungen und kontinuierliche Förderung.“ (Abb. © Hoffotografen)

Der „dena-Gebäudereport 2026“ ist erschienen und mit ihm aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zum deutschen Gebäudebestand. Der Report zeigt: Trotz Fortschritten werden die Klimaziele im Gebäudebereich erneut verfehlt. Gleichzeitig entwickelt sich der Markt dynamisch – mit Chancen für Wachstum, Beschäftigung und beschleunigter Wärmewende in Deutschland.

Mit dem „Gebäudereport“ 2026 hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin, ein Nachschlagewerk zum Klimaschutz im deutschen Gebäudebestand vorgelegt. Die enthaltenen Daten zeigen laut dena, wo es noch Handlungsbedarf gibt: Mehr als 5 Mio. Heizungen sind älter als 30 Jahre, regenerative Energien werden weiterhin zu wenig genutzt und insbesondere der klimafreundliche Wärmepumpenmarkt wächst noch nicht schnell genug.

Der Gebäudesektor sichert rund 3,7 Mio. Arbeitsplätze, vor allem in Handwerk, Industrie und Handel, und ist damit ein wichtiger Pfeiler für die Beschäftigung in Deutschland, gab die dena am 26. Januar in einer Pressemitteilung bekannt. Das Marktpotenzial im Gebäudebestand ist weiterhin hoch. Die steigende Zahl geförderter Energieberatungen um 30 % im Vergleich zu 2023 auf insgesamt 163.872 Wohn- und Nichtwohngebäude unterstreicht, dass energetische Sanierung an Bedeutung gewinnt. Sie kann zu einem wichtigen Konjunkturimpuls werden, Beschäftigung sichern und zugleich das Vorankommen der Wärmewende im Bestand beschleunigen.

Insgesamt 71 unterschiedliche Datenquellen wurden für die Erstellung des Gebäudereports 2026 verwendet. Dabei wurden die Daten von 30 unterschiedlichen Institutionen abgerufen. Die dena nutzte unter anderem amtliche Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis), des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) und des Umweltbundesamtes (UBA). Es wurden auch Statistiken von Verbänden wie dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), dem Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW) oder dem Verband Fenster + Fassade (VFF) verwendet. Zudem wurden von der dena erhobene Daten des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) genutzt sowie Daten, etwa aus dem Zensus, von der dena mit anderen Daten verschnitten.

Den dena-Gebäudereport 2026 gibt es hier.

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