BVF/BDH: Absatz von Flächenheizungen nahezu stabil

Die Marktzahlen von BDH und BVF zeigen nach Ansicht der Verbände eine Stabilisierung in einem schwierigen Marktumfeld. (Abb. © BDH/BVF)

Der Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen und der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie haben aktuelle Marktzahlen für 2025 veröffentlicht. Demnach ist der Absatz von Flächenheiz- und Kühlsystemen nur leicht rückläufig. Die Verbände sehen darin eine Stabilisierung und verweisen auf ein weiterhin hohes Marktpotenzial.

Die aktuelle Markterhebung des Bundesverbands Flächenheizungen und Flächenkühlungen (BVF), Dortmund, und des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), Köln und Berlin, zeigt für das Jahr 2025 einen Absatz von rund 189 Mio. laufenden Metern Rohr für Flächenheiz- und Kühlsysteme. Das entspricht einem Minus von rund 3 % gegenüber dem Vorjahr (2024: 195 Mio. laufende Meter Rohr). In einem weiterhin schwierigen Marktumfeld werten die Verbände diese Entwicklung als Zeichen der Stabilisierung. Nach dem deutlichen Einbruch im Jahr 2023 (siehe cci278420) infolge der politischen Unsicherheiten rund um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der geringen Neubautätigkeit lasse die Entwicklung zudem auf eine Trendwende im laufenden Jahr hoffen, so die beiden Verbände. Grundlage dafür seien eine positive Entwicklung im Wohnungs- und Gewerbeneubau, eine zunehmende Investitionsbereitschaft im Bestand sowie stetige Förderbedingungen.

BVF und BDH sehen aufgrund der aktuellen Zahlen und leicht verbesserter Rahmenbedingungen ein großes Marktpotenzial für Flächenheizungen und -kühlungen. Die Systeme seien sowohl im Neubau als auch in der Sanierung vielseitig einsetzbar und ließen sich als Fußboden-, Wand- oder Deckensysteme an unterschiedliche Anforderungen anpassen.

„Flächenheizung und Flächenkühlung ist ein wichtiger Baustein für das Heizsystem der Zukunft“, erklärt Sascha Allissat, Vorsitzender des Technischen Ausschusses Flächenheizung/-kühlung im BDH. „Erst diese Systeme ermöglichen niedrigste Systemtemperaturen und tragen somit entscheidend für die Effizienz moderner Wärmeerzeuger, wie zum Beispiel einer Wärmepumpe bei.“ Auch BVF-Vorstandsvorsitzender Ulrich Stahl betont die Vorteile der Systeme: „Die aktuelle Studie der Rheinland-Pfälzische Technische Universität (RPTU) Kaiserslautern zeigt deutlich, dass die thermische Behaglichkeit positiv bewertet wurde. Dies ist der Beleg, dass neben der architektonischen Gestaltungsfreiheit und der Möglichkeit Gebäude zu kühlen auch die thermische Behaglichkeit den nachhaltigen Einsatz dieser Systeme unterstützt.“ (Anm. d. Red.: Die Studie „Simulative Untersuchungen des Einflusses der Strahlungsasymmetrie auf die thermische Behaglichkeit“ der RPTU Kaiserslautern finden Sie als PDF im Anhang)

Die Verbände fordern, den Fokus der Förderpolitik nicht ausschließlich auf Wärmeerzeuger zu legen, sondern ganzheitliche Systemlösungen stärker zu berücksichtigen. Flächenheiz- und Kühlsysteme arbeiteten besonders effizient in Kombination mit Wärmepumpen und leisteten einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduktion im Gebäudesektor. „Mit der Belebung des Wohnungsbaus und der konsequenten Förderung energetischer Sanierungen wird auch der Markt für Flächenheizung und -kühlung wieder deutlich wachsen“, so die Einschätzung der beiden Verbände. Zudem sei die Industrie bereit, benötige jedoch politische Flankierung und stabile Rahmenbedingungen inklusive einer stetigen Förderung.

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