
Anfang März hat der europäische LüKK-Verband Eurovent Industry Association die neu erstellte Broschüre „Evaporative cooling performing in climate change“ veröffentlicht. Die Broschüre soll verdeutlichen, dass Kühltürme und Rückkühler, die auf Basis der Verdunstungskühlung arbeiten, auch bei höheren Außentemperaturen und Luftfeuchten sicher betrieben werden können.
Aufgrund des globalen Klimawandels mit gestiegenen Temperaturen und Luftfeuchten wird in den kommenden Jahren der weltweite Bedarf an Kühl- und Kälteleistung zunehmen. Vor diesem Hintergrund erläutert die Broschüre „Evaporative cooling performing in climate change“ (zu deutsch: Verdunstungskühlung, die im Klimawandel funktioniert) der Eurovent Industry Association, Brüssel, warum insbesondere Kühltürme, Rückkühler und Verdampfer, die auf Basis von Verdunstungskühltechnologien arbeiten, eine „effiziente und widerstandsfähige Lösung darstellen“. Dazu zeigt die Broschüre in Grafiken und ergänzenden Kurztexten die globalen (1995 bis 2024) und europäischen Temperaturanstiege (1860 bis 2024), die in diesem Zeitraum etwa 2,5 K betragen haben. Eine Grafik mit dem Titel „Was bedeutet das für die Verdunstungskühlung?“ enthält für den Zeitraum 1995 bis 2024 zwei Geraden: Die eine zeigt die Zunahme der Trockenkugeltemperatur um etwa 1,6 K, die zweite den Anstieg der Feuchtkugeltemperatur um rund 0,7 K. Fazit von Eurovent: „Verdunstungskühlungstechnologien sind gut positioniert, um der wachsenden Kühlnachfrage des Klimawandels gerecht zu werden. Da diese Systeme auf die Feuchtkugeltemperatur und nicht auf die Trockenkugeltemperatur allein angewiesen sind, bleibt ihr Wirkungsgrad vergleichsweise stabil, auch wenn die Umgebungstemperaturen steigen. Das macht die Verdunstungskühlung zu einer zuverlässigen und energieeffizienten Lösung für viele industrielle und kommerzielle Anwendungen.“ Die Eurovent-Broschüre findet sich unter „Anhänge“.
Ergänzung der Redaktion: Die Übersetzung ist zum Schmunzeln
Sicherlich kennen Sie die Funktion bei Google, ob die Übersetzung eines englischen Textes ins Deutsche gewünscht wird. Als dann die deutsche Übersetzung der englischen Eurovent-Presseinfo kam, hat diese in der Redaktion für Lacher gesorgt – lesen Sie selbst, was dabei herauskam.
„Der Flyer zeigt auch, dass, während die Temperaturen der trockenen Zwiebeln deutlich gestiegen sind, der Anstieg der Nassbirnentemperatur geringer war, und erklärt, warum dies für Kühltechnologien wichtig ist. Untersuchungen zeigen, dass die Temperaturen der europäischen Sommer-Nassbirnen in den letzten 64 Jahren um etwas mehr als 1 °C gestiegen sind, mit einem durchschnittlichen Trend von etwa 0,22 °C pro Jahrzehnt. Da Verdunstungskühlsysteme neben sensibler Hitze auch latente Wärme nutzen, ist ihre Leistung eng mit der Temperatur der nassen Glühbirnen verbunden. Der relativ langsamere Anstieg der Nasslampentemperatur deutet darauf hin, dass die Verdunstungskühlung einen stabilen Wirkungsgrad aufrechterhalten kann, auch wenn die Gesamtlufttemperaturen weiter steigen“.
Anmerkung und „Auflösung“: Der Begriff „bulb“ im englischen Text der Broschüre wurde hier mit Glühbirne, Zwiebel oder Birne übersetzt. In der Thermodynamik fachlich korrekt sind allerdings dry oder wet bulb im Zusammenhang mit der Temperatur als Trocken- oder Feuchtkugeltemperatur.
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