Nach der Veröffentlichung der Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz durch die Koalition hat der Bundesverband Wärmepumpe seine neue Branchenstudie vorgelegt. Demnach rechnet der Verband mit 330.000 Wärmepumpen in diesem Jahr und für die kommenden Jahre mit Wachstumsraten von rund 10 %. Die Nachfrage sei zu gering.
Das Interesse von Hauseigentümern an Wärmepumpen sei zwar groß, die zu erwartende Nachfrage bleibt aber hinter den eigentlichen Potenzialen zurück. Zu dieser Erkenntnis kommt der Bundesverband Wärmepumpe (BWP), Berlin, in seiner neuen Branchenstudie, auf die er in einer Pressemitteilung hinweist. Der Verband hat die Studie vorgelegt, nachdem die Koalition die Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) veröffentlicht hat. Die Debatte um das GMG sorge für erhebliche Unsicherheit am Heizungsmarkt. Umso wichtiger sei daher die unveränderte Fortsetzung der Heizungsförderung.
Demnach rechnet der Verband mit einem Absatz von 330.000 Wärmepumpen in Deutschland im laufenden Jahr und auch für die kommenden Jahre mit Wachstumsraten von rund 10 %. Das Interesse von Hauseigentümern an Wärmepumpen sei zwar groß. Die zu erwartende Nachfrage bleibe aber hinter den eigentlichen Potenzialen zurück, da die Debatte um das Gebäudemodernisierungsgesetz für erhebliche Unsicherheit am Heizungsmarkt sorge. Umso wichtiger sei daher die unveränderte Fortsetzung der Heizungsförderung, so der BWP.
Anlässlich der Branchenstudie betont BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel die gewachsene wirtschaftliche Bedeutung der Wärmepumpe. „Für eine ganze Wertschöpfungskette ist die Wärmepumpe zum wichtigsten Produkt geworden. Es geht um zukunftssichere Arbeitsplätze für 100.000 Beschäftigte. Die Wärmewende wird von heimischer Heizungsindustrie und lokalen Akteuren aus Handwerk und Energieversorgung umgesetzt.“ Deshalb sei es wichtig, dass die Koalition die auskömmliche Finanzierung der Heizungsförderung bis mindestens 2029 beschlossen habe. „Jeder Fördereuro löst das Vierfache an Investitionen in die Gebäudemodernisierung aus“, sagt Sabel.
Die Marktprognosen der Branchenstudie beruhen auf zwei Szenarien: Ein Business-as-Usual-Szenario beschreibt, wie das neue Gebäudemodernisierungsgesetz zu neuen Unsicherheiten am Heizungsmarkt führt. Dabei wird laut BWP klar, dass kurzfristig vor allem eine stabile Heizungsförderung Orientierung geben muss. Ein ambitioniertes Zielszenario macht hingegen deutlich, dass die Wärmepumpe ihre tatsächlichen Wachstumspotenziale vor allem nach einer klaren Ausrichtung der Energiepreise entfalten würde und damit auch der Heizungsmarkt insgesamt wieder in Schwung käme.
Im BWP sind über 1.350 Unternehmen der Heizungsindustrie, Handwerksunternehmen, Planungs- und Architekturbüros, Bohrfirmen sowie Energieversorger organisiert. Die deutsche Wärmepumpen-Branche beschäftigt rund 100.000 Personen und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von ca. 3,5 Mrd. €. Derzeit werden in Deutschland knapp zwei Millionen Wärmepumpen genutzt.
Ein PDF der 34-seitigen BWP-Branchenstudie 2026 („Marktentwicklung, Prognosen & Handlungsempfehlungen“) steht unter „Anhänge“.
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