
Ein leichtes Umsatzwachstum in der Haus- und Gebäudetechnik zeichnet sich am Horizont ab. Darauf weisen aktuelle Branchendaten hin. Verschiedene Verbände geben die Branchendaten jährlich heraus. Belastend bleibt die schwache Entwicklung im Nichtwohngebäuden; positive Impulse kommen aus dem Wohnungsbau.
Die Haus- und Gebäudetechnik zählt zu den zentralen Wirtschaftsbereichen der deutschen Bauwirtschaft, steht jedoch weiterhin unter erheblichem Marktdruck, stellt der Branchenverband VdZ – Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie, Berlin, fest. Nach rückläufigen Umsätzen in den Jahren 2024 und 2025 prognostizieren aktuell veröffentlichte Branchendaten für das Jahr 2026 ein nominales Umsatzwachstum. Aufgrund steigender Material-, Rohstoff- und Energiepreise dürfte die reale Entwicklung jedoch stagnieren, so die Einschätzung des VdZ.
Die Branchendaten Haus- und Gebäudetechnik werden von verschiedenen Verbänden herausgegeben: Neben dem VdZ sind dies die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS), der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), der Deutsche Großhandelsverband Haustechnik, die TGA-Repräsentanz Berlin, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau sowie der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Beteiligt ist außerdem die Messe Frankfurt. Erstellt werden die Daten seit dem Jahr 2020 von der B+L Marktdaten GmbH.
Für das Jahr 2026 erwartet B+L einen Anstieg der Gesamtumsätze aus Inland und Export um 2,5 % auf 77,39 Mrd. €. Die Inlandsumsätze im Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik dürften laut B+L um 2,1 % auf 63,9 Mrd. € steigen. Gleichzeitig bleibe die Marktlage anspruchsvoll: Unter anderem belastet die schwache Entwicklung beim Neubau von Nichtwohngebäuden die Branche. Positive Impulse kommen dagegen aus dem Wohnungsneubau, aus Investitionen in den Gebäudebestand sowie aus einer steigenden Nachfrage nach Heizungssanierungen.
2025 waren rund 563.700 Beschäftigte in Industrie, Großhandel und Installationsgewerbe tätig. Für das Jahr 2026 wird ein Anstieg der Beschäftigten auf 565.700 erwartet.
Für den Bereich Heizung, Lüftung, Klima und Gebäudeautomation wird im Jahr 2026 eine Marktbelebung erwartet. Eine leichte Erholung im Wohnungsneubau sowie eine steigende Sanierungshäufigkeit begünstigen den Absatz von Heizungsanlagen. Insbesondere Wärmepumpen und Biomasse-Heizungen entwickelten sich bereits 2025 positiv im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch für 2026 wird in diesen Segmenten eine steigende Nachfrage erwartet.
Dem Wirtschaftsbereich lassen sich für das Jahr 2025 insgesamt 48.700 Unternehmen zuordnen. Der überwiegende Teil entfällt dabei auf den Bereich der installierenden Betriebe. Industrie und Großhandel liegen zusammen bei rund 860 Unternehmen. Im laufenden Jahr 2026 wird die Unternehmenszahl voraussichtlich bei 48.600 liegen. Dies entspricht einem prognostizierten Rückgang um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr.
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