
Die Westfalen-Gruppe hat in Münster-Gelmer eine neue Anlage zur Produktion von Propan fertiggestellt. Mit der Investition im niedrigen zweistelligen Millionenbereich will das Unternehmen den wachsenden Markt für natürliche Kältemittel weiter erschließen und Kunden insbesondere für Wärmepumpen mit R290 versorgen.
Nach eineinhalb Jahren Bauzeit hat die Westfalen-Gruppe am Standort Münster-Gelmer eine neue Anlage zur Produktion von Propan in Betrieb genommen. Propan (R290, GWP 0,02) kommt als natürliches Kältemittel in unterschiedlichen Anwendungen zum Einsatz und spielt insbesondere bei Wärmepumpen eine wichtige Rolle.
Mit der Investition im niedrigen zweistelligen Millionenbereich möchte die Westfalen-Gruppe die Kompetenzen seiner Geschäftsbereiche Energieversorgung und Industriegase, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. „Wir sind davon überzeugt, dass sich die Wärmepumpe als wichtige Technologie für die zukünftige Wärmeversorgung weiter durchsetzen wird. Mit der neuen Anlage schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Kunden auch bei einem weiteren Aufschwung des Wärmepumpenmarktes zuverlässig mit dem benötigten Kältemittel zu versorgen“, sagt Meike Schäffler, Produktionsvorständin der Westfalen-Gruppe.
Im Beisein von Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung sowie Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, wurde die Anlage vergangene Woche (22. Oktober) offiziell in Betrieb genommen. „Unser Mittelstand wartet nicht auf die Zukunft. Er gestaltet sie. Hier in Münster-Gelmer wird gezeigt, wie das geht“, sagte Connemann. Bei ihrem Besuch informierte sie sich über die Anlage und die Aktivitäten der Westfalen-Gruppe. Das Werk zählt zu den wichtigsten Standorten des Unternehmens (siehe cci174758). In den vergangenen Jahren hat Westfalen dort umfangreiche Produktions- und Logistikstrukturen für das Industrie-, Energie- und Mobilitätsgeschäft aufgebaut.
„Wir sehen langfristiges Wachstumspotenzial bei natürlichen Kältemitteln in Deutschland und wollen diesen Markt aktiv mitgestalten. Daher auch die Investition hier in Münster“, erklärt Jesko von Stechow, Finanzvorstand der Westfalen-Gruppe. „Gleichzeitig setzen wir verstärkt auf unsere Aktivitäten in den europäischen Nachbarländern, weil die Rahmenbedingungen dort inzwischen günstiger sind als in Deutschland. Damit Deutschland als Investitionsstandort wieder wettbewerbsfähiger wird, braucht es vor allem bezahlbare Energie, weniger Bürokratie und verlässliche politische Rahmenbedingungen“, betont von Stechow.
Die Westfalen-Gruppe ist seit mehr als 100 Jahren in den Bereichen Technische Gase tätig. Das 1923 in Münster gegründete Familienunternehmen ist heute mit Tochter- und Beteiligungsgesellschaften an über 20 Produktionsstandorten in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, der Schweiz und Österreich vertreten. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte das Unternehmen mit rund 2.300 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 2,1 Mrd. €. Die Gruppe investiert nach eigenen Angaben jährlich etwa 100 Mio. € in den Ausbau seiner europaweiten Geschäftsaktivitäten.
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