Daikin will mit der richtigen Kältemittelstrategie in Deutschland wachsen

Martin Krutz, Geschäftsführer Daikin Deutschland: „Infolge politischer Instabilität hat die Energiewende an Bedeutung verloren.“ (Abb. © cci Dialog)

Unter dem Motto „So kühlt und heizt Europa heute und in Zukunft“ hat Daikin heute eine Pressekonferenz gegeben. Trotz eines „durchwachsenen“ Jahrs bleibt das Unternehmen optimistisch: Es investiert in Entwicklung und Produktion, stärkt das Handwerk und setzt auf ein breites Portfolio. Zur Kältemittelstrategie gibt es klare Aussagen.

Um das Jahr 2024 in einem Wort zu beschreiben, hat Martin Krutz, Geschäftsführer der Daikin Airconditioning Germany GmbH, Unterhaching, „durchwachsen“ gewählt. Zwar habe die Branche extrem viel Geld investiert, um die Energiesicherheit und Unabhängigkeit von russischem Gas zu sichern, doch infolge politischer Instabilität habe die Energiewende an Bedeutung verloren. „Dennoch setzen wir weiter auf Forschung, Entwicklung und Produktion in Deutschland, so Krutz. Unter anderem fertigt Daikin in der Nähe von Stuttgart Innengeräte für die neuen „Altherma“-Wärmepumpen mit Propan. Ausdrücklich betont hat Krutz die Unterstützung des Handwerks: Die Trainingskapazität soll um 30 % gesteigert und durch die Einbindung von Virtual Reality ergänzt werden.

Bezogen auf den Markt ergänzte Michael Spork, Deputy General Manager Heating Sales bei Daikin Deutschland: „Der Markt wandelt sich, aber langsfristig ist Wachstum absehbar.“ Konkrete Zahlen zu Umsatz und Gewinn wollte Spork ebenso wenig wir Krutz nennen. Seinen Optimus stützt Spork unter anderem darauf, dass auch im Gewerbebereich das Interesse an der Dekarbonisierung von Gebäuden zunehme – und damit an elektrischer Wärmeerzeugung, sprich Wärmepumpen. Dafür biete Daikin ein breites Produktportfolio mit zukunftsfähigen Technologien für alle Anwendungen von 2 bis 2.500 kW aus einer Hand und eine differenzierte Kältemittelstrategie.

Zur Kältemittelstrategie sagte Volker Weinmann, Beauftragter Politik, Umwelt und Verbände: „Eine Einheitslösung gibt es nicht.“ Um allen technischen Herausforderungen und gesetzlichen Anforderungen an Kältemittel gerecht zu werden, komme es auf vier Aspekte an:

  • Umweltverträglichkeit (Stichworte GWP und PFAS)
  • Sicherheit
  • Zukunftsfähigkeit (unter anderem Potenzial für Recycling und Wiederverwendung)
  • Wirtschaftlichkeit

Angesichts dessen setze Daikin nicht alleine auf das natürliche Kältemittel Propan (GWP 0,02), sondern auch weiterhin auf synthetische Kältemittel wie R32 (GWP 675) und R454C (GWP 146).

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