ECHA-Ausschüsse veröffentlichen PFAS-Stellungnahmen

Die neue PFAS-Konsultationsphase ist gestartet. Interessengruppen haben bis zum 25. Mai Zeit die SEAC-Stellungnahme zu den vorgeschlagenen PFAS-Beschränkungen zu kommentieren. (Abb. © DBA/stock.adobe.com)

Die Ausschüsse der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) haben ihre Stellungnahmen zu den geplanten PFAS-Beschränkungen vorgelegt. Während die Bewertung des RAC-Ausschusses final ist, liegt die Stellungnahme des SEAC-Ausschusses als Entwurf vor und kann ab sofort bis zum 25. Mai im Rahmen einer Konsultationsphase kommentiert werden.

Die beiden Ausschüsse der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) Brüssel, haben ihre Stellungnahmen zu den vorgeschlagenen europäischen PFAS-Beschränkungen veröffentlicht. Bei der Stellungnahme des Ausschusses für Risikobewertung („Committee for Risk Assessment“, kurz RAC) handelt es sich um das endgültige Dokument. Die Stellungnahme des Ausschusses für sozioökonomische Analyse („Committee for Socio-economic Analysis“, kurz SEAC) hingegen ist ein Entwurf, der nun noch kommentiert werden kann. Die ECHA hatte im vergangenen Jahr die weitere Konsultationsphase für März 2026 angekündigt (siehe cci310928). Bei einer ersten Konsultationsphase waren bereits mehr als 5.600 Kommentare eingegangen (siehe cci303132).

Die weitere Konsultation zum Entwurf der SEAC-Stellungnahme ist nun bis zum 25. Mai geöffnet. Interessengruppen wie Vertreter der Industrie, Nichtregierungsorganisationen, Hersteller und Entwickler von Alternativen, Forscher und die Öffentlichkeit, sind eingeladen, unter diesem Link evidenzbasierte Kommentare abzugeben, die zur endgültigen Stellungnahme der SEAC beitragen werden. Die 60-tägige Konsultation nutzt ein strukturiertes Umfrageformat. Die Teilnehmer werden gebeten, Fragen zu den potenziellen Auswirkungen einer Beschränkung der PFAS-Nutzung in verschiedenen Sektoren gemäß dem SEAC-Entwurf zu beantworten. Sie sollen außerdem konkrete Informationen zur Verfügbarkeit und Machbarkeit von Alternativen zu diesen weit verbreiteten Chemikalien bereitstellen. Der Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF), Bonn, geht davon aus, dass der Ausschuss seine endgültige Stellungnahme bis Ende 2026 verabschieden wird. Mit dieser Verabschiedung wird die wissenschaftliche Bewertung der vorgeschlagenen Beschränkung durch die ECHA-Ausschüsse abgeschlossen, und die Stellungnahmen werden der Europäischen Kommission formell übermittelt. Auf Grundlage der beiden abschließenden Stellungnahmen wird die Kommission dem REACH-Ausschuss (Anm. d. Red.: REACH steht für Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals), der sich aus EU-Mitgliedstaaten zusammensetzt, eine Beschränkung zur Diskussion und Abstimmung vorschlagen.

Zur RAC-Stellungnahme geht es hier, zur SEAC-Stellungnahme hier.

cci321557

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